Mit dem ersten ganz auf ihn zugeschnittenen Leinwand-Vehikel
mischt TV-Blödler Atze Schröder die letzten Tage des Dritten Reichs auf: Weil er sich das Warten auf die Amerikaner mit einer Generalsfrau verkürzt hat, muss Atze schleunigst vor dem Gatten flüchten – auf ein U-Boot, das den Heiligen Gral geladen hat. Das trifft sich hervorragend, denn der elektrische Frittierfett-Erhitzer, mit dem er und sein jüdischer Freund Samuel das große Geld machen wollen, braucht ohnehin ein pokalförmiges Ersatzteil.
Mächtige und Besserwisser zu übertölpeln, war schon immer
ein tauglicher Komödienvorsatz. „U-900“ erinnert deshalb an zweierlei: nicht nur an „Das Boot“, das bis runter zum weißen Pullover am Grönemeyer-Ersatzmann humoristisch umgedeutet wird, sondern auch frappierend an Konzepte der Marx Brothers – ohne an deren anarchische Leistungen heranzureichen. Nicht nur die Intelligenz der Urheber steht dem sinnbefreiten Lachen öfters im Weg, sondern auch der weibliche Aufputz, Yvonne Catterfeld: Meist scheint sie nämlich gerade in einem anderen Film zu spielen.
U-900
D 2008. Regie: Sven Unterwaldt.
Mit Atze Schröder, Yvonne Catterfeld,
Oliver Wnuk. Verleih: Warner. 95 Min.