Wenn bestimmte Menschen laut aus einem Buch vorlesen, so erwachen die Figuren zum Leben. Auf dieser Prämisse beruht der Fantasyfilm „Tintenherz“: Mo (Brendan Fraser) hat vor vielen Jahren unwissentlich schreckliche Bösewichter aus der Fantasiewelt eines Romans in die unsere geholt. Seither ist er mit seiner Tochter Meggie (Eliza Bennett) auf der Flucht und zugleich auf der Suche nach einem der seltenen Exemplare des Buches, um seinen Fehler rückgängig zu machen. – „Tintenherz“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans der Kinderbuchautorin Cornelia Funke. Es ist ein kluges Buch über die Liebe zu Büchern und über die Kraft des geschriebenen Wortes. Regisseur Iain Softley hat die Vorlage ebenso gekonnt wie intelligent umgesetzt, so dass sich der Film wohltuend von inhaltlich platten Fantasy-Machwerken wie den „Chroniken von Narnia“ abhebt. „Tintenherz“ ist durchdacht, spannend, wartet mit beeindruckenden computergenerierten Bildern auf – und bleibt dabei dennoch altersgerecht (Freigabe: in Wien ab acht, sonst ab zehn).
Tintenherz (Inkheart)
D/GB/USA 2008. Regie: Iain Softley.
Mit Brendan Fraser, Eliza Bennett, Helen Mirren, Paul Bettany
Verleih: Warner. 106 Min. Ab 19.12.