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RocknRolla - 12/2009

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Gangster sein mit Hindernissen

Guy Ritchies „RocknRolla“ wartet auf mit komplexer Handlung, doch für einen Klassiker fehlt die Tiefe.

Von Michael Kraßnitzer

Sex? Drogen? Nein – einem echten Rock’n’Roller geht es um etwas anderes: „A real Rock’n’roller wants to fuck the law.“ Yeah, cooler Spruch. Es ist der Schlüsselsatz aus dem Film „RocknRolla“, einem Gangsterfilm wie aus den 60er Jahren, der seine Protagonisten als Vertreter größtmöglicher Coolness feiert. Im Mittelpunkt der komplexen Story steht eine von One Two (Gerard Butler) angeführte Bande von Gaunern, die sich in London mit allerlei Aufträgen über Wasser hält. Eines Tages jedoch werden sie ungewollt zum Auslöser eines Konfliktes zwischen dem alteingesessenen Unterweltboss Lenny Cole (Tom Wilkinson) und dem russischen, ähem, Geschäftsmann Uri Obomavich (Karel Roden, der einem real existierenden russischen Oligarchen verblüffend ähnlich sieht). Den Stein ins Rollen – und One Two in Wallung – bringt des Russen schöne, laszive und durchtriebene Buchhalterin Stella (Thandie Newton). Komplett wird das Chaos, als Lennys Stiefsohn, der durchgeknallte und schwer drogenabhängige Rockstar Johnny Quid (Toby
Kebbell), Oboma*vichs Lieblingsbild stiehlt.
„RocknRolla“ ist deutlich anzumerken, dass Regisseur Guy Ritchie einen Kultfilm schaffen wollte. Auf den Ebenen der Optik und der coolen Sprüche mag es ihm gelungen sein, doch für einen Klassiker fehlt dem Film einfach die Tiefe.

Flotte Gangsterkomödie

Der schwerwiegendste Konflikt, den One Two durchlebt, resultiert aus der Erkenntnis, dass sein Kumpel Handsome Bob (Tom Hardy) schwul ist. Dennoch ist die flotte Gangsterkomödie durchaus unterhaltsam und pfiffig. Es versteht sich von selbst, dass der Zuschauer jenes offenbar eindrucksvolle Gemälde, hinter dem bald die gesamte Londoner Unterwelt her ist, nie von vorne zu sehen bekommt. Bestimmte Schlüsselszenen werden gar nicht oder nur in knappster Form serviert. Von einer entscheidenden Schießerei bekommt man nur ein paar Schüsse hinter einer verschlossenen Tür mit. Und die einzige Sex-Szene des Films besteht aus vielleicht fünf schnell hintereinander geschnittenen Einstellungen – und aus.


RocknRolla
USA 2009. Regie Guy Ritchie.
Mit Gerald Butler, Thandie Newton, Tom Wilkinson.
Verleih: Warner. 114 Min.
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