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Palermo Shooting - 17/2009

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Wim Wenders verlangt – und verdient – Muße

„Palermo Shooting“ ist der neue Film von Wim Wenders; er handelt von einem Fotografen in der Lebenskrise. Erstmals Campino von den Toten Hosen, großartig Giovanna Mezzogiorno und Dennis Hopper.

Von Otto Friedrich

Die erste Spielfilm-Hauptrolle für Campino, den Punk-Oldie von den Toten Hosen. Ein Kurzauftritt der hochschwangeren Milla Jovovich. Dennis Hopper als Gevatter Tod. Giovanna Mezzogiorno als Muse und gute Fee. Und über allem Wim Wenders als Bildmagier und eindringlicher Dokumentator dessen, was einem an der Schwelle des Lebens so alles widerfahren kann. „Palermo Shooting“ heißt solches Opus, langsam gefilmt, vollgedröhnt und gleichzeitig subtil genau komponiert mit Musik – beispielsweise von Nick Cave.
Allein die Aufzählung obiger Ingredienzien verspricht viel – und man muss sich von den veröffentlichten Kritiken des Films nicht entmutigen lassen: Ein Gedicht über die Vergänglichkeit, eine – trotz lauter Musik – leise Annäherung ans Sterben und jenen Augenblick, der einem Menschen noch in diesem Dasein gegönnt ist.
Fotograf Finn (Campino), von seinem Handwerk und seiner Kunst gestresst, wird in Düsseldorf beinah Opfer eines Geisterfahrers. Die Todesahnung treibt Finn nach Palermo, wo er seltsame Erlebnisse mit einem grau Bemantelten hat, der ihm mit Pfeil und Bogen zu Leibe rückt.

Die Pfeile eines Totentanzgemäldes

Dann die Begegnung mit der Restauratorin Flavia und Finns Entdeckung, dass die Pfeile auf ihn jenen eines Totentanzgemäldes gleichen, welches Flavia seit Jahr und Tag restauriert. Und schließlich wird endlich die Identität von Frank (Dennis Hopper) offenbar: Wenders’ Film verlangt Muße. Und hätte diese wahrlich auch verdient.
Der Film lief in einer längeren Fassung bei den Filmfestspielen Cannes 2008. Danach hat Wenders ihn um knapp 20 Minuten gekürzt. Auch das hat ihm die Kritik angekreidet. Die schlankere Version fürs Kino hat dem Film zweifelsohne genutzt.
Wim Wenders hat – „Der Himmel über Berlin“ über 20 Jahre her – wieder einen Engelfilm gedreht. Auch wenn die Engel sich hier nicht so sehr zeigen, sondern viel mehr als Ahnung anwesend sind.
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