Am Rande von Mexico City, von Mauern gegen die umgebenden Favelas geschützt, liegt das Wohlstandsviertel La Zona. Hier gibt es keine Armut, keine Gewalt und keinen Dreck. Doch eines Nachts reißt ein Blitzschlag die Mauer nieder. Drei Burschen von draußen wagen sich hinein in die Zone – und damit hält die Gewalt Einzug. Denn die Eindringlinge, die in eines der Luxushäuser einbrechen und eine Frau berauben, werden entdeckt. Zwei werden sofort erschossen, ein dritter entkommt vorerst. Sofort formieren sich militante Gruppen: Die Zonenbewohner sehen ihre Autonomie bedroht, von einem 16-jährigen Dieb: Der muss zur Strecke gebracht werden. – Der aus Uruguay stammende Regisseur Rodrigo Plá entspinnt in „La Zona“ ein klaustrophobisches Szenario, das an Lars von Triers Dogville denken lässt – eine Brave New World, in der Arm und Reich so weit auseinandergedriftet sind, dass nur mehr die Bedrohung durch den anderen wahrgenommen wird. Plás Sozialthriller eröffnet das Lateinamerika-Filmfestival, das ab 30. April im Filmcasino Wien stattfindet. (Infos: www.filmcasino.at/cine_latino_09/)
Die Zone. Betreten verboten
(La zona)
MEX 2007. Regie: Rodrigo Plá.
Mit Daniel Gimenez Cacho, Maribel
Verdu. Verleih: Cine Latino. 97 Min.