Zehn Star Trek-Kinofilme und hunderte TV-Folgen: Die angestaubte Sternen-Saga bekommt nun dank Regisseur J. J. Abrams die dringend nötige Auffrischung. In seinem „Prequel“ zur Ur-TV-Serie liefert Abrams massig Spezialeffekte von optischer Brillanz – ohne auf eine akribische Figurenzeichnung zu vergessen, die bei Star Trek immer wichtiger war als die Effekte: Abrams erzählt, wie sich das Konglomerat aus Kirk, Spock, McCoy, Sulu und Uhura während der gemeinsamen Zeit an der Weltraumakademie formte und wie die legendäre Crew zur ersten Mission aufbricht. Mit Chris Pine als Kirk und Zachary Quinto als jungem Mr. Spock sind Besetzungscoups gelungen, Alt-Spock Leonard Nimoy bedient in einem Kurzauftritt die frühen Fans der Serie. Geschickt webt Abrams die Tugenden von Friede, Menschlichkeit und Völkerverständigung in die Handlung ein. Zusammen mit den schimmernden Lichtreflexen in den Bildern, die die Enterprise optisch auffrischen, hat „Star Trek 11“ beinahe schon missionarischen Charakter: Es berichtet vom strahlend Guten, das selbst die Dunkelheit des Alls in den Schatten stellt.
Star Trek
USA 2008. Regie: J.J. Abrams.
Mit Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg.
Verleih: Universal. 126 Min.