Hollywood verkraftet Neue*rungen ebenso we*nig wie Unkonventionelles. Das erklärt auch, warum der vierte Spross der „Terminator“-Reihe seinen direk*ten Vorgänger tunlichst ignoriert: Der war für dortige Vorstellungen zu mutig gewesen. Lieber baut „Terminator: Die Erlö*sung“ auf den Kanon, den ihm die ersten beiden Teile nahelegen, und dreht an der Effektschraube. Bei*des klappt prächtig, schließlich schreiben wir das Jahr 2018, die Reste der Menschheit wehren sich gegen das Maschinenheer von Skynet, und was noch nicht kaputt ist, darf dröhnend zerlegt werden. Gefahr für John Connor, den prophezeihten Anführer des Widerstands, kommt dabei in Gestalt eines Mannes, der vor langer Zeit hingerichtet wurde, plötzlich aber mitten zwischen den Fronten wieder zum Leben erwacht. Regisseur McG ergreift jede sich bietende Gelegenheit, per Farbreglern eine stimmige postapokalyptische Kulisse zu erzeugen. Das ewige Rätsel allerdings, warum es in der Endzeit an Essen mangelt, nicht aber an Zahnpasta, bleibt wieder einmal ungelöst.
Terminator: Die Erlösung
(Terminator Salvation)
USA/D/GB 2009. Regie: McG.
Mit Christian Bale.
Verleih: Sony. 115 Min.