Mit Fortsetzungen ist das so eine Sache: Selten nur erreicht ein Sequel das Niveau seines Vorgängers. Beim nunmehr dritten „Ice Age“-Film ist das nicht anders. „Ice Age 3“ ist zwar visuell noch immer beeindruckend, doch die Qualität der Handlung und der Dialoge hat deutlich nachgelassen. Wurden im ersten Teil existenzielle Themen wie Freundschaft und die Frage „Wer bin ich?“ abgehandelt, so beginnt der dritte Teil mit Problemchen rund um die Tatsache, dass zwei Mammuts Eltern werden. Immerhin: Nach einem mühsamen Beginn wird der Zuseher bald von einer rasanten Jagd durch eine prähistorische Unterwelt mitgerissen und nicht mehr losgelassen. Dass Manfred und Ellie, wohlbekannt aus den ersten Filmen, Nachwuchs erwarten, droht die bunt zusammengewürfelte Herde von Eiszeittieren auseinanderzureißen. Das chaotische Faultier Sid (gesprochen von Otto Waalkes) will auch unbedingt Vater sein, was dazu führt, dass er von einer Dinosauriermutter in eine unterirdische Welt entführt wird, in der zahlreiche Urzeitechsen das Aussterben ihrer Art überlebt haben. Da machen sich seine Freunde auf den Weg, um ihn zu retten. Trotz der genannten Mängel ist „Ice Age 3“ noch immer ein großer Spaß für jung und alt, insbesondere in der 3D-Version. Der Running Gag der „Ice Age“-Filme wurde ausgebaut: Das einer Eichel nachjagende Säbelzahnhörnchen muss nicht mehr nur mit der Tücke des Objekts kämpfen, sondern auch mit einem attraktiven weiblichen Flughörnchen, das alle Verführungs*kunst einsetzt, um selbst zu der begehrten Frucht zu kommen.
Ice Age 3 USA 2009. Regie: Carlos Saldanha, Mi*ke Thurmeier. Verleih: Centfox. 96 Min.