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Public Enemies - 32/2009

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Ungebremst durch oberflächlichen Kugelhagel

Von Matthias Greuling

Viele Gangsterfilme haben gemein, dass sich das Publikum mit den Ober-Gangstern irgendwie identifizieren kann oder sogar will. Da schwingt die Sympathie für die Outlaws mit, ein bisschen auch der Robin-Hood-Effekt. Michael Mann („Heat“) hat Johnny Depp wegen seines Sympathiefaktors als John Dillinger besetzt, spult dessen letzte Lebensmonate aber eher lustlos ab. Um ihn herum das von der Depression geplagte Chicago der 30er Jahre mit Armut, Korruption, Verbrechen. Dillinger raubt eine Bank nach der anderen aus und entkommt aus dem Gefängnis. Seine Raubzüge sind legendär, und beim Volk genießt er – ähnlich wie Antihelden aus Gangsterfilmen – großes Ansehen. Unterwegs liebt er die schöne Billie Frechette (Marion Cotillard) und flüchtet ständig vor dem FBI-Agenten Melvin Purvis (Christian Bale).
„Public Enemies“ – das hätte eine packende Nacherzählung dieser außergewöhnlichen Gangsterkarriere werden können. Doch Mann ließ das Identifikationspotenzial ungenutzt und legt den Film als lahme Stilübung an, anstatt sich in den hochinteressanten Charakter zu vertiefen. Mann benutzt Dillingers Leben bloß, um eine Schießerei an die andere zu hängen. Ihn interessiert weder der Lebemann Dillinger noch der Konflikt zwischen FBI-Jäger und Gejagtem.
Eine spannende Geschichte geht so im oberflächlichen Kugelhagel und in matter Figurenzeichnung unter.


Public Enemies
Regie Michael Mann. Mit: Johnny Depp, Christian Bale, Marion Cotillard.
Verleih: Universal. 140 Min.
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