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Die Päpstin - 43/2009

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Der Fall kommt wegen eines Mannsbildes

Von Otto Friedrich

Die Entstehungsgeschichte von „Die Päpstin“ hat auch mit Filmpolitik zu tun. Denn lange Zeit war Volker Schlöndorff an dem Stoff dran – bis er in einem Beitrag in der Süddeutschen sich über „Amphibienfilme“ echauffierte – die gleichzeitig als Kinofilm und als TV-Mehrteiler konzipiert waren. Das sei eine künstlerische Gefahr, so die Kritik. Produzentin Constantin Film setzte daraufhin Schlöndorff im Juli 2007 vor die Tür: Sönke Wortmann übernahm und presste – in der Kinofassung – den Roman von Donna Woolfolk Cross in 148 Filmminuten.
Professionelles Historienkino anno 2009 bietet das Opus – die ins Frühmittelalter verlegte alte Geschichte von der hochbegabten Kleinen, die es wegen ihres falschen Geschlechts zu nichts bringen darf, sich aber mit List nach ganz oben hocharbeitet und wegen eines Mannsbildes dann doch fallen muss. Die Väter sind böse, die Priester ebenso, die Mütter schwach oder intrigant, die Kardinäle gleichfalls – mit löblichen Ausnahmen natürlich. So ist das Film-Leben, „Die Päpstin“ erlaubt sich keine Ausnahme.
Niemand wird das für historisch bare Münze nehmen, aber die Produzenten haben gut und vor allem teuer eingekauft. Johanna Wokalek macht als Päpstin gute Figur. Hollywood-Edelmime John Goodman – in der pikanten Lage, als Jude einen Papst zu spielen, sowie Herr-der-Ringe-Beau David Wenham sind gleichfalls ihr Geld wert.

Die Päpstin
D 2009. Regie Sönke Wortmann.
Mit Johanna Wokalek, David Wenham, John Goodman, Iain Glen Edward Petherbridge, Anatol Taubman. Verleih: Constantin. 148 Min.
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