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Zack and Miri Make a Porno - 43/2009

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Zweimal „Dirty Business“

Was haben Film und Pornografie miteinander gemein? Mehr als man ahnt. Zu Kevin Smiths Komödie „Zack and Miri Make a Porno“.

Von Alexandra Zawia

Die besten Liebes-Komödien können im Porno-Umfeld gedreht werden, und eigentlich nur dort. Denn was gibt es Romantischeres, als in einer Umgebung der Verderbtheit, Verruchtheit und Verrohung reinen Herzens und voll echter Gefühle zu bleiben und, entgegen aller Widrigkeiten, von der Idee der wahren Liebe beseelt, das wohlverdiente Happy End abzuholen?
Regisseur Kevin Smith, der 39-jährige Dauerjugendliche, der mit Komödien wie „Clerks“ oder „Chasing Amy“ bereits die Zeitvertreibe sexuell unterversorgter Jungs publizierte, lässt den ebenfalls dauerjugendlichen Seth Rogan als Zack und Elizabeth Banks als Miri erkennen, dass sie sich lieben. Obwohl sie schon seit Ewigkeiten als beste Kumpels miteinander wohnen und mindestens so lange keine Rechnungen bezahlen können. Als eines Wintertages das Warmwasser endgültig abgedreht wird, fassen die beiden den festen Entschluss „und zwar echt jetzt“: Geld muss her.

Eine pikante Geschäftsidee

Aus den Neuigkeiten eines Ex-Schulkollegen, der mittlerweile lukrative Schwulenpornos dreht, ist die eigene Geschäftsidee schnell geboren. Schnell rekrutieren sie eine Gruppe von freundlich freakigen Jobbern und beginnen ihre nächtlichen Filmdrehs. Als Zack und Miri aber erstmals in einer gemeinsamen Sequenz vor der Kamera stehen, dämmert es ihnen: „Wir haben gar keinen Sex. Wir machen Liebe.“
Porno und die romantische Komödie – keine zwei Genres kommen derart geheimnislos daher – und weil Smith hier beide verbindet, ist „Zack and Miri“ auch eine freche Fabel über unabhängiges Filmemachen. Denn Filmemachen war immer ein „dirty business“, bei dem am Ende immer alles sauber aussieht.

Gefährliche Dialoge

„Zack und Miri“ als unterhaltsame Indie-Rom-Com, die sich der einfachsten, tiefsten und billigsten Form des Filmemachen bedient, hebelt jede „Außen Hui, Innen Pfui“-Produktion aus. Der beste Witz bei „Zack and Miri“ aber liegt, wie auch bei Smith’s Indie- und Zeitgeist-Regiekollege Judd Apatow, in den gefährlichen Dialogen, durch die beide immer wieder popkulturelles Zeitgeistgenie bewerkstelligen. Längst haben sie die Slacker und Nerds der 90er Jahre aus dem Randgruppendasein geholt und sie zu unperfekten Anti-Helden des Mainstream erklärt, die allein dadurch um Vieles glaubwürdiger sind als die glatten Kollegen.
Übrigens: Auch wenn das Filmplakat zu „Zack and Miri“ prüder ist als jede Auto-Werbung, durfte es in Pittsburgh, wo der Film spielt, sowie im ganz Pennsylvania nicht aufgehängt werden.


Zack and Miri Make a Porno
USA 2008. Regie: Kevin Smith. Mit Seth Rogen, Elizabeth Banks. Verleih: Senator. 102 Min. Ab 30.10.
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