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Nokan – Die Kunst des Ausklangs - 11/2010

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Die Kunst des Bestattungsunternehmens

Von Jürgen Belko

„NK Agentur – Wir helfen bei Reisen!“ Wer würde hinter diesem Job-Inserat ein Be*stattungsunternehmen vermuten? Auch der junge Daigo fällt im berührenden Drama „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ aus allen Wolken, als er am ersten Arbeitstag, statt Urlaubsreisen zu verkaufen, bei der rituellen Waschung eines Toten assistieren soll. Nur die Aussicht auf einen lukrativen Job lässt ihn den gesellschaftlich geächteten Bestatterberuf zu seiner Berufung werden. „Es war schwierig, Investoren für einen Film zu gewinnen, der sich auf die*se Weise mit dem Thema Tod beschäftigt“, klagt Regisseur Yojiro Takita, der für seine Hartnäckigkeit belohnt wurde: Der Auslands-Oscar 2009, sechs Millionen Kino-Besucher in Japan und unzählige Festivalpreise sprechen eine eindeutige Sprache. Ausdrucksstark ist auch der für asiatische Filmemacher typische Erzählstil: Kontemplativ und mit Hang zu allegorischer Symbolik liefert Takita den filmischen Beweis, dass der Tod nicht das Ende bedeutet – im Gegenteil: Die Zeremonie des Leichenwaschens wird für Protagonist Daigo zur Katharsis mit seiner Vergangenheit. Ungewöhnlich ist die aufgesetzt wirkende Komik am Beginn des Films mit der Takita versucht, das Thema Sterben humorvoll zu Grabe zu tragen, bevor er eindrucksvoll zeigt, dass die Macht der Liebe die Trauer des Abschiednehmens über*windet.


Nokan – Die Kunst des Ausklangs (Okuribito)
J 2008. Regie: Yojiro Takita. Mit Masahiro Motoki, Ryoko Hirosue. Verleih: Polyfilm.130 Min.
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