ro ro

Navigation
Literaturkritik | Filmkritik | Dossiers | Suchen
You do not have permission to download files

Baarìa. Eine italienische Familiengeschichte

Herunterladen
Bilderschwall einer Film-Siesta

Von Matthias Greuling

Giuseppe Tornatore („Cinema Paradiso“) ist ein Kitsch-Meister, das war spätestens bei „Malèna“ klar, und mit „Baarìa“, seinem neuesten Film, hat er endgültig ein stilisiertes, klischeebeladenes Bild seiner Heimat Italien zementiert. In jeder Einstellung preist er Italien, vom gemütlichen sizilianischen Dorfleben mit herumsitzenden Schnurrbart-Männern, vom Pastateig-Formen durch die zarten Hände einer blumenbeschürzten Maid, von weiß gekleideten Kindern, die auf den staubigen Straßen Siziliens spielen und wie eine Engelsschar inszeniert sind, bis zur Ausformung der uritalienischen Eigenschaften temperamente, emozione, amore – für alles hat Tornatore starke Bilder. Und reiht sie aneinander, indem er die Geschichte des kleinen Peppino erzählt, der im kleinen Dorf in Sizilien groß wird. Er erlebt den Kult um den Duce mit, aber auch das Kriegsende mit den fallenden Alliiertenbomben und das Wiedererwachen einer Nation, in der er sich schnell auf die Seite der Kommunisten schlägt. Italiens (Nachkriegs-)Geschichte in einem Bilderschwall als sandfarbene, sonnenlichtgeflutete Film-Siesta. „Baarìa“ ist ob all der Klischees eine herbe Enttäuschung. Andererseits: Weil der Film auch als Komödie gemeint ist und ein bisschen wie eine Seifenoper wirkt, scheint er dadurch vielleicht näher an der italienischen Realität als gewollt.


Baarìa. Eine italienische Familiengeschichte
I 2009. Regie: Giuseppe Tornatore. Mit Francesco Scianna, Angela Molina, Margareth Madè.
Verleih: Tobis. 150 Min.
You do not have permission to download files


DownloadsII 5.0.4 by CyberRanger & Jelle
Based on ecDownloads 4.1 © Ronin



Powered by vBulletin® Version 3.6.5 (Deutsch) | Copyright ©2000 - 2005, Jelsoft Enterprises Ltd.
ro
ro ro
Werbung
  07:02:41 07.15.2005