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A Scanner Darkly - 33/2007

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Keanu Reeves wie ein Zeichentrick
Richard Linklater verfremdet in „A Scanner Darkly“ seine Darsteller, und erzählt eine düstere Zukunftsparabel.
Von Otto Friedrich

Zum zweiten Mal (nach Waking Life 2001) bedient sich Regisseur Richard Linklater in seinem Film A Scanner Darkly der Rotoscope-Animationstechnik: Der als Actionfilm auf Digital-Video gedrehte Actionfilm wird durch das von Bob Sabiston entwickelte Programm Roboshop so verändert, dass er wie ein Animationsfilm wirkt. Schade für die Darsteller, deren Schauspiel arg verfremdet wird, aber durchaus interessant, wird das Gezeigte so auf eine visuelle Metaebene gehoben: Die Wirklichkeit oszilliert bei dieser Technik mindestens so wie die Action-Filmsprache, welche die Wachowski-Brüder in ihrer Matrix-Trilogie perfektioniert haben.
Die Verbindung zu Matrix tut sich nicht zuletzt am Hauptdarsteller Keanu Reeves auf, der in A Scanner Darkly den drogenabhängigen Undercoveragenten Fred gibt. Das Genre Science Fiction eignet sich hier wie dort am besten – Richard Linklater verfilmt den gleichnamigen Roman von Philip K. Dick: Die USA sind zu einem Überwachungsstaat geworden, der das Drogenproblem nicht im Griff hat. Fred, der mit den beiden Süchtigen Barry und Luckman zusammen wohnt, erhält den Auftrag, einen Bob Arctor zu observieren, der niemand anderer als er selbst ist. Dabei wird er von der Droge „Substance D“ (D für Death) abhängig, die sein Bewusstsein spaltet, bis er nicht mehr zwischen Fred und Bob unterscheiden kann.
Ein düsteres Zukunftsspiel, das mit multiplen Identitäten ebenso arbeitet wie mit der Erkenntnis, dass der Staat selber sich als Drahtzieher größter Verbrechen entpuppen kann. In animierter Verfremdung tragen Stars wie Robert Downey Jr., Woody Harrelson oder Winona Ryder dazu bei, dass A Scanner Darkly auch als Experimentalfilm nie wirklich vom Hollywood-Mainstream lassen muss.

A Scanner Darkly
USA 2006.
Regie: Richard Linklater.
Mit Keanu Reeves, Rory Cochrane, Robert Downey Jr., Woody Harrelson, Winona Ryder.
Verleih: Warner. OF. 100 Min.
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