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Ein Sommer in New York - 23/2010

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Ein Kleinod des Independent-Films

Von Jürgen Belko

Kaum eine andere Stadt ist als Film-Kulisse besser geeignet um einen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen zu werfen, als die pulsierende Metropole des Big Apple. Im Fall des Independent-Kleinods „Ein Sommer in New York“ folgt die geografische Festlegung allerdings schlicht der inszenatorischen Logik. Regisseur Tom McCarthy erzählt vor dem Hintergrund von 9/11 die Geschichte von vier Menschen, die mit den Auswirkungen des ame-rikanischen Terror-Traumas konfrontiert werden: ein illegales Einwanderer-Pärchen, das ins Visier der Einwanderungsbehörden gerät; eine verwitwete Mutter, die verzweifelt gegen die Abschiebung ihres Sohnes kämpft und ein gelangweilter Uni-Professor, der durch seine Freundschaft zu den beiden Immigranten einen zweiten Frühling erlebt, bevor ihm die Realität den Boden unter den Füßen wegzieht.
Anders als die meisten Filme, die sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen nach der 9/11-Ära auseinandersetzen, beleuchtet „Ein Sommer in New York“ stellvertretend für unzählige Einwandererschicksale deren „American Dream“ – mixt Systemkritik mit un--
terhaltsamen Elementen und rhyth--
mischen Klängen. Letzteres gilt nicht nur für den von Richard Jenkins brillant verkörperten Profes-sor, der mit seinen Trommelspiel-Ambitionen seine inneren Le-bensgeister wach schlägt, sondern auch für McCarthys Filmsprache, die inhaltlich und formal die richtige Tonlage trifft.


Ein Sommer in New York (The Visitor)
USA 2007. Regie: Tom McCarthy. Mit Richard Jen-kins, Hiam Abbass, Haaz Sleimann. Verleih: Polyfilm. 104 Min.
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