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Pandora’s Box - 33/2010

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Türkische Familien und griechische Boxen

Von Jürgen Belko

So wie die Allegorie über das Altwerden und Generationenkonflikte beginnt, endet sie auch: wortlos. Dank des kontemplativen Stils, mit dem Regisseurin Yes¸im Ustaog˘lu die Beziehungsprobleme einer türkischen Familie in Szene setzt, bedarf es auch keiner gro-ßen Dialoge. Mit elegischen Landschaftsaufnahmen entführt die Filmemacherin den Zuseher in einen Teil der Welt, der zu den „weißen Flecken“ auf der Kino-Landkarte zählt: die Bergregion an der Schwarzmeerküste. Dort lebt Nusret, Großmutter und Protagonistin des Familiendramas „Pandora’s Box“, zurückgezogen in einem abgelegenen Bergdorf – bis sie eines Tages orientierungslos im Wald gefunden und bei ihr eine Demenzerkrankung festgestellt wird. Wer soll sich nun um die pflegebedürftige Frau kümmern? Nesrin, ihre älteste Tochter, die mit ihrem Mittelklasse-Dasein in der Istanbuler Metropole ebenso überfordert ist wie mit ihrem pubertierenden Sohn? Güzin, die seit ihrer Kindheit ein gespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter hat? Oder etwa „Aussteiger“ Mehmet, männlicher Spross des ungleichen Geschwister-Trios, der aufgrund seines Alkohol- und Marihuana-Konsums den „Einstieg“ ins Erwachsenenleben versäumt hat? Die Antwort darauf gibt Ustaog˘lu in ihrem -poetischen Film, der ohne zu beschönigen, die Licht- und Schattenseiten des (Familien-)Lebens beleuchtet und zum Nachdenken anregt.

Pandora’s Box (Pandora’nin kutusu)
TK/F/D 2008. Regie: Yes¸im Ustaog˘lu. Mit Tsilla Chelton, Derya Alabora.Verleih: Top/Kairos. 112 Min. (OmU)
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