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Eine Familie - 09/2011

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Authentizität von Anfang an

Von Jürgen Belko

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – für sein täglich produziertes Brot lebt hingegen Rikard Rheinwald im Familiendrama „Eine Familie“: Mehlsorten und Sauerteigkulturen bestimmen den Alltag des Bäckermeisters. Selbst als der Patriarch an Krebs erkrankt, denkt er in erster Linie an die Zukunft seines traditionsreichen Bäckereibetriebs – erst in zweiter an die seiner Familie, die an Rikards Starrsinn zu zerbrechen droht.
Das Thema Familie spielt in vielen Spielfilmen eine Rolle, zumindest im Hintergrund. In Pernille Fischer Christensens elegischen Drama dient dieses Sujet als Ausgangsbasis für eine bedrückende Chronologie über das Sterben: Minutiös zeichnet die Filmemacherin die letzten Tage und Stunden eines Mannes nach, der bis zum Ende seines Leidenswegs an seinen Prinzipien festhält. Handwerklich gelungen in Szene gesetzt mutet Christensen dem Zuseher dabei schwere Kost zu, an der er auch nach dem Abspann noch zu knabbern hat. Dies liegt zum einen an der quälend intensiven Todeskampf-Inszenierung gegen Ende des Films, zum anderen am brutalen Bruch mit der anfänglichen Indiefilm-Typografie, die zunächst die Weichen für eine unterhaltsame Familiengeschichte rund um Generationenkonflikte stellt. Dass es trotz dieser Divergenz zu keiner Entgleisung kommt, ist dem starken Schauspieler-Ensemble zu verdanken, das von Anfang bis Ende durch enorme Authentizität besticht.


Eine Familie (En familie)
DK 2010. Regie: Pernille Fischer Christensen. Mit Jesper Christensen, Lene Maria Christensen.
Tobis. 102 Min.
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