ro ro

Navigation
Literaturkritik | Filmkritik | Dossiers | Suchen
You do not have permission to download files

Mein bester Feind - 10/2011

Herunterladen
Belästigung durch unzulässige Belustigung

Von Otto Friedrich

Irgendwann reicht es. Mag ja sein, dass man dem NS-Grauen und der Schoa mit subtilem Humor oder dem Lachen, das einem auf den Lippen gefriert, besser beizukommen ist als mit filmischen Gefühlsschinken. Aber deswegen muss sich Österreichs Filmszene noch nicht wirklich aufs Verulken der Nazis verlegen. Erst vor einigen Wochen war ja Elisabeth Scharang („Vielleicht in einem anderen Leben“) an Peter Turrinis Stück und dessen Auswalzen in die Langatmigkeit gescheitert. Nun kommt Wolfgang Murnberger mit seiner NS-Klamotte „Mein bester Feind“ in die Kinos.
Murnbergers Ösi-Sicht auf die Gröfaz-Jahre soll ja beim Berlinale-Publikum gut angekommen sein. Seltsam. Denn viel mehr als eine – ob des Themas unzulässige – 
Belustigung stellt der Film nicht dar: Victor Kaufmann (Moritz Bleibtreu), jüdischer Galeristensohn und dessen bester Freund Rudi Smekal (Georg Friedrich) geraten im Dritten Reich auseinander: Ersterer wandert ins KZ, während der andere allzu schnell zum schneidigen SS-ler mutiert. Überdies lieben sie noch dieselbe Frau (Ursula Strauss). Doch als sich ein Michelangelo aus der Galerie als Fälschung erweist, wird Victor aus dem KZ geholt, auf dass er das echte Blatt finde. Unter solchen Umständen gelingt es Victor, sich als SS-Mann auszugeben und Rudi als Juden. Alles schon dagewesen – nur: Murnberger gibt es gar leicht und billig.


Mein bester Feind
A 2010. Regie: Wolfgang Murnberger.
Mit Moritz Bleibtreu, Georg Friedrich, Ursula Strauss.
Filmladen.106 Min.
You do not have permission to download files


DownloadsII 5.0.4 by CyberRanger & Jelle
Based on ecDownloads 4.1 © Ronin



Powered by vBulletin® Version 3.6.5 (Deutsch) | Copyright ©2000 - 2005, Jelsoft Enterprises Ltd.
ro
ro ro
Werbung
  17:40:07 07.19.2005