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Wir sind was wir sind - 36/2011

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Rohes und Verrohtes

Von Nicole Albiez

Ein verwahrloster Mann strauchelt; er hält sich den Bauch, er bricht zusammen, er stirbt. Im Kaufhaus, dem Ort des Geschehens, scheint das niemanden zu kümmern, und Augenblicke später – nach dem routinierten Einsatz von Reinigungskräften – ist vom „Vorfall“ schon nichts mehr zu sehen. Soziale Realitäten in einer Megacity wie Mexico City versucht Jorge Michel Grau bei seinem Erstling „Wir sind was wir sind“ auf eigenwillige Weise zu überspitzen: Er inszeniert einen Arthouse-Horrorfilm. Denn der Verstorbene ist der Alleinernährer der Familie, und Nahrung bedeutet in diesem Falle: Menschenfleisch. Es gilt nun, einen Rudelführer in der familiären Hierarchie, bestehend aus drei Teenagern und einer Mutter, zu finden. Einen, der fähig ist, die Familie zu erhalten und auf Menschenjagd zu gehen. Auf das zitierte „kannibalische Ritual“ der Familie geht der Regisseur nicht näher ein, er hält Figuren und Publikum distanziert. Es ist eine rohe Welt, die die sozialkritische, allegorische Groteske vorführt, in der Kannibalen als Beute Außenseiter auserkoren haben, geschmäcklerisch werden: Nein, meine Nutte ess ich nicht.

Wir sind was wir sind (Somos lo que hay)

MEX 2010. Regie: Jorge M. Grau. Mit , Francisco Barreiro. Thimfilm. 90 Min.
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