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Zettl - 05/2012

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Satire – eine Nummer zu groß

Von Matthias Greuling

Politiker sind korrupt, Medienmacher rücksichtslos quotengeil, junge, hübsche Frauen erledigen den Karriereteil ihres Lebens im Bett wechselnder Gönner, Star-Ärzte vertuschen Geschlechtsumwandlungen als Fehlgeburten und Fernsehmoderatorinnen sind schwere Alkis.
Helmut Dietl erzählt uns in seiner neuen Satire „Zettl“ wahrlich nichts Neues. Dass die Figuren, die er rund um den vom Chauffeur zum Chefredakteur des Online-Portals The New Berliner aufgestiegenen Max Zettl (Michael „Bully“ Herbig) gruppiert, allesamt überzeichnet sind, liegt in der Natur einer Satire. Dass sie dann aber eher mäandernd durch einen halblus-tigen Film stolpern, ist eine Themenverfehlung. „Zettl“ tut ein bisschen so, als wolle es die alten „Kir Royal“-Zeiten Dietls hochleben lassen, doch zugleich beerdigt das kühle Berliner Polit-Kabarett den Mythos vom bayerischen Original. Denn: So richtig Fuß fassen kann Dietl auf dem Berliner Parkett nicht; es ist ihm eine Nummer zu groß. Dabei scheint genau das das Konzept von „Zettl“ zu sein: Einkopierte Hochhäuser sollen Berlin New Yorker Flair verleihen, doch die Protagonisten sind bestenfalls Provinzkaiser: Harald Schmidt als schwäbelnder Ministerpräsident ist noch die komischste Erscheinung, und auch Ulrich Tukur als Verleger und Gert Voss als Arzt gefallen. Herbig hingegen lässt viel zu sehr den „Bully“ raushängen …


Zettl
Regie: Helmut Dietl. Mit Michael „Bully“ Herbig, Senta Berger, Ulrich Tukur,Harald Schmidt. Warner. 109 Min.
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