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Ruhm - 22/2012

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Papieren wie die Buchvorlage

Von Brigitte Schwens-Harrant

Daniel Kehlmann ist eine vermarktbare Marke. Und so verwundert es nicht, dass „Ruhm“, Kehlmanns literarisch wenig überzeugender „Roman in neun Geschichten“, verfilmt wurde. Regisseurin Isabel Kleefeld beginnt mit jenem Elektroingenieur (Justus von Dohnányi), der sich ein Handy kauft und Anrufe bekommt, die eigentlich dem berühmten Schauspieler Ralf Tanner (Heino Ferch) gelten. Dieser wird mit den Anrufen bald auch seine Identität verlieren. Erzählt wird nicht in der Reihenfolge des Buches, Kleefeld schnitt die Geschichten (einige wur-
den ausgelassen) quer durch und setzte sie so zusammen, dass the-matische Zusammenhänge sichtbar werden, etwa die Identität.
Die Probleme der schriftlichen Vorlage bleiben auch dem Film. Wenn etwa die Krimiautorin Rubinstein (Gabriela Maria Schmeide) im postkommunistischen Gelände verloren geht, so ist dieses so klischeehaft trist wie im Buch. Selbst Geschichten, die berühren könnten – etwa wie Rosalie (Senta Berger) in die Schweiz fährt, um sich umzubringen –, werden durch die Plattheit der Gesprächsszene (die Figur Rosalie und ihr Schöpfer und Autor) der Lächerlichkeit preisgegeben. Auch Kehlmanns Selbstauftritt, als Laudator des Schriftstellers Leo Richter, rettet den Film nicht in die Ironie. Dieser knistert: nicht vor Spannung, son-dern weil die Geschichte und die Figuren so papieren wirken wie im Buch.


Ruhm
D/A/CH 2011. Isabel Kleefeld.
Mit Justus von Dohnanyi, Senta Berger, Heino Ferch.
Filmladen 103 Min.
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