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Gnade - 44/2012

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Die Verwandlung von Schuld. Eine Frage

Von Matthias Greuling

Authentisch gespielte Auseinandersetzungen mit der Frage nach der eigenen Schuld sind selten geworden im Kino. Mit „Gnade“ von Matthias Glasner kommt nun ein Opus, das dank eines unprätentiösen, in Naturaufnahmen schwelgenden Inszenierungsstils, aber auch durch die Besetzung der Hauptrollen mit Birgit Minichmayr und Jürgen Vogel überzeugen kann: Niels (Vogel) und seine Frau Maria (Minichmayr) sind nach Norwegen ausgewandert, ganz rauf ans Polarmeer, wo es monatelang nur Eis gibt. Niels hat hier Arbeit, die beiden versuchen mitsamt Sohn Markus (Henry Stange) einen Neuanfang in der Fremde. Dann passiert ein Unfall: Maria fährt nachts etwas an, begeht aber Fahrerflucht. Erst am nächsten Tag wird klar, dass dieser Unfall in Zusammenhang mit dem Tod eines Mädchens steht. Niels und Anna müssen mit der nicht zugegebenen Schuld leben und geraten dabei an den Rand ihrer menschlichen und beziehungsmäßigen Grenzen. Sie sind sich lange Zeit nicht sicher, ob und wie sie ihre Schuld in Gnade verwandeln können. Glasner inszeniert mit großer Dichte und Intensität ein Psychogramm im Nordmeer, das von den beiden famosen Darstellern getragen wird. Unter der eleganten Regie Glasners eruptieren die Gefühlszustände der Protagonisten kaum; vielmehr fechten sie einen inneren Kampf um (Selbst-)Gerechtigkeit und Gewissensbetrug aus.

Gnade
D/N 2012. Regie: Matthias Glasner.
Mit Jürgen Vogel, Birgit Minichmayr,
Thimfilm. 132 Min. Ab 9.11.
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