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Psychologisches Unternehmensführung - 41/2007

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Mit Hilfe der Psychologie zum besseren Manager
Im Buch „Psychologische Unternehmensführung“ werden handfeste Tipps
versprochen, die aber oft nur an der Oberfläche kratzen.
Von Thomas Meickl

Im neuen Buch der Wirtschaftspsychologin Martina Lackner „Psychologische Unternehmensführung“ wird kein neuer Führungsansatz besprochen, sondern anhand psychologischer Hilfsmittel versucht, die täglichen Probleme von Führungspersonen zu analysieren und Tipps zur besseren Betriebsführung zu geben. Lackner gliederte das Buch in die Bereiche Selbstmanagement, Mitarbeiterführung, Umgang mit Kunden und Das Resultat: (Finanzieller) Erfolg. Der Band soll vor allem Personen mit Führungsverantwortung in kleineren und mittleren Unternehmungen unterstützen.
Die 64 Tipps, wie man ein Unternehmen mittels mentalen Kniffen besser steuern kann, sind immer gleich aufgebaut: Einleitende Worte zur zu behandelnden Herausforderung, Empfehlungen der Autorin, Psychologischer Background, Anleitung für die Praxis und abschließend der Punkt „Wichtig“, der noch einmal auf einen Umstand hinweist, der auf gar keinen Fall vergessen werden darf. Diese Gliederung des Buches will den Anschein vermitteln, Dinge schnell ausfindig zu machen. Ist das Buch erst einmal gelesen, so kann sich „der Chef“ das Buch auf seinen Schreibtisch legen und jederzeit beim betreffenden Problem nachblättern – den er Dank der eingängigen Gliederung rasch findet – und gezielt handeln. Eine etwas naive Vorstellung, die wohl so mancher Autor eines Ratgebers im Kopf hat, wenn er/sie ein besonders praxisbezogenes Buch schreibt. Ob diese Vorgehensweise dem hektischen Betriebsalltag standhält, ist zu bezweifeln.

Das Buch kommt stellenweise etwas altbacken daher, wenn die Autorin schreibt: „Nehmen Sie alle Impulse der Außenwelt auf! Seien Sie neugierig auf die Welt und auf die Menschen, denen Sie begegnen“, denn nur so werde man auf der Suche nach Visionen – nach neuen Geschäftsideen und Impulsen für den Betrieb – fündig werden. Auch der Punkt, sich als Chef doch eine „loyale und zuverlässige Assistentin“ zu suchen, denn man braucht zumindest eine Vertrauensperson im Betrieb, kommt etwas unrund und vor allem altmodisch daher. Frau Lackner schafft dann doch noch die Kurve, wenn sie rät, dass „aufgrund dieser emotionalen Nähe eine Abgrenzung in Bezug auf Privates und außerbetriebliche Angelegenheiten“ vorzunehmen ist. Gut, es ist also eine rein berufliche Beziehung anzustreben. Alles klar. Weiter bleibt eine Assistentin ihrem Chef treu, erfährt man, auch, wenn die Zeiten schwierig werden. Dass Assistenten in diesem Buch per se weiblich sind und das Wort Sekretärin nicht fällt, verwundert nicht. Sehr ansprechend ist aber die Begriffserklärung am Ende des Buches, indem wichtige Begriffe aus der Psychologie und der Wirtschaft erklärt werden.
Einige Ratschläge erübrigen sich zwar, weil sie zu sehr auf der Hand liegen, andere hingegen sind, obwohl sie recht einfach daher kommen, sehr wichtig, denn oft sind Problemlösungen im betrieblichen Alltag derart augenscheinlich, dass sie gar nicht mehr in Betracht gezogen werden. Hier schafft das Buch Abhilfe.

PSYCHOLOGISCHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG – 64 handfeste Tipps,
Ihr Unternehmen mental zu steuern
Von Martina Lackner
Linde international, Wien 2007
208 Seiten, brosch., € 22,60
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