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Ein Sommer in der Provence - 39/2014

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Ein Sommer wie damals

„Semi-Komödie“

| Von Matthias Greuling

Léa und Adrien sind zwei Teenager aus Paris. Sie besteigen mit ihrem kleinen Bruder Théo einen TGV in Richtung Provence. Der Vater hat sich gerade erst von der Mutter getrennt und will künftig nicht mehr so recht seinen Familienpflichten nachkommen. Die Mutter wiederum eilt beruflich nach Amerika. Weshalb man nun Oma Irène (Anna Galiena) als Erziehungsberechtigte mit den drei Kindern zum mürrischen, sturen Opa Paul (Jean Reno) schickt – in die tiefste Provinz, wo das Smartphone leider gar keinen Empfang hat.
Doch auch das Landleben birgt Überraschungen, und so erleben die Kinder abseits des Großstadttrubels in diesem Sommer nicht nur jede Menge Abenteuer, sondern auch erste amouröse Avancen. Das Beste an dieser sommerlichen Semi-
Komödie von Regisseurin Rose Bosch ist die Leis-tung von Jean Reno. Der ist nicht mehr der grobschlächtige, aber gefühlsbetonte Gangster aus „Leon – Der Profi“, und hat auch den Klamauk abgelegt, den er schon gezeigt hat. Diesmal ist er der miesepetrige, sture Esel, der sich nicht damit anfreunden kann, Opa zu sein. Entsprechend linkisch geht er anfangs mit den Kindern um, entsprechend mürrisch sind seine Kommentare.

Idyllisches Südfrankreich

Sonst ist „Ein Sommer in der Provence“ ein Stück weit auch ein Promotion-Video für die französische Region, in der die Olivenhaine stets in warmes Licht getaucht sind und das Wort Idyll in jeder Einstellung zu sehen ist. Im Süden Frankreichs lebt man eben seine Klischees, vom Boule-Spiel bis zum Landschaftsflair. Und wenn Adrien von einer hübschen Eisverkäuferin träumt und Léa auf einen jungen Mann 
hereinfällt, dann sind das nur die üblichen Unwegsamkeiten, die das Leben eben schreibt. Wer sagt denn, dass Klischees nicht auch stimmen können? Genau wie jenes, dass man über Facebook alte Freunde wiederfindet. Opa Paul wird von Adrien ohne sein Wissen auf der Plattform angemeldet; 
und kurz darauf schauen auch schon alte Rocker und Hippies bei ihm vorbei.
Es ist das Verdienst dieses Films, dass er ebenso vor sich hinplätschert wie einer dieser Sommer, die man als Kind durchlebt hat. Das ist der Dramaturgie zwar abträglich, bringt aber Erinnerungen zurück; und das ist, im besten Fall, etwas ganz Wunderbares.


Ein Sommer in der Provence (Avis de mistral)
F 2014. Regie: R. Bosch.
Mit J. Reno, A. Galiena. 

Filmladen. 105 Min.
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