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Elser - 15/2015

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Der vergessene Attentäter

Zeitgeschichte-Drama

| Von Walter Gasperi

13 Minuten entschieden am 8. November 1939 über den weiteren Verlauf der Weltgeschichte. Genau diese Zeitspanne zu früh hatten Adolf Hitler und die NS-Führungsspitze den Münchner Bürgerbräukeller verlassen und statt den Nazi-Größen tötete die von Georg Elser gebastelte und 
platzierte Bombe sieben andere Menschen.
Wie Rainer Erler im Fernsehfilm „Der Attentäter“ (1969) und Klaus Maria Brandauer in „Elser – Einer aus Deutschland“ (1989) erzählt nun auch Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“, „Diana“) die Geschichte des aus Württemberg stammenden Schreiners, der im Alleingang Hitler töten wollte. Als Ausgangspunkt dient das missglückte Attentat und die wenig später erfolgte Verhaftung Elsers (Christian Friedel), von der aus die Handlung in zwei Erzählsträngen entwickelt wird.
Einerseits rollt Hirschbiegel in den Verhören durch den Chef des Reichskriminalpolizeiamtes Arthur Nebe (Burghart Klausner) und der Gestapo in Rückblenden die Lebensgeschichte Elsers ab 1932 auf und arbeitet an dieser in zahlreichen prägnanten Szenen auf der einen Seite die sich ausbreitende nationalsozialistische Gesinnung und auf der anderen Elsers wachsende Ablehnung des Regimes heraus.

Ein stark erzähltes Drama

Andererseits zeigt „Elser“ in den Verhör-szenen, wie der Polizeichef von der Standhaftigkeit Elsers, der auch durch Folter nicht gebrochen werden kann, beeindruckt ist und an seiner eigenen Überzeugung zu zweifeln beginnt.
So setzt Hirschbiegel mit seinem stark gespielten, sicher aufgebauten und erzählten Drama nicht nur einem im Vergleich zur „Weißen Rose“ und dem „Stauffenberg-Attentat“ lange nur wenig beachteten Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus ein bewegendes Denkmal, sondern vermag auch über die historische Komponente hinaus im zeitlosen Aufruf zu Zivilcourage und der Absage an Mitläufertum zu überzeugen.


Elser
D 2015, Regie: Oliver Hirschbiegel.
Mit Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner, Johann von Bülow.
Thimfilm. 110 Min.
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