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Familie zu vermieten - 12/2016

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Einsamer Snob findet nette Ladendiebin

Romantische Komödie


| Von Otto Friedrich

Paul-André (Benoît Poelvoorde) schaut aus wie Mitte 50, ist aber doch zehn Jahre jünger, alleinstehend – und vor allem eines: reich. Violette (Virginie Efira) schaut aus wie Mitte 30, ist aber doch zehn Jahre älter, alleinerziehende Mutter von Lucie und Auguste – und vor allem eines: arbeits- und völlig mittellos. Das geht soweit, dass Violette , um sich und die ihren zu ernähren, als Mundräuberin betätigt, was der Supermarktdetektiv, der den Lebensmittelklau beobachtete nicht durchgehen lässt. Als Dank prügelt ihn Violette krankenhausreif. Keine Frage, dass dies ein Gerichtsverfahren nach sich zieht, wo Violette verurteilt wird und außerdem in Gefahr gerät, die Obsorge für die Kinder zu verlieren. Paul-André, der in einem modernen Schloss mit Diener haust, sehnt sich nach Familie und verfällt – angesichts der finanziellen und juristischen Nöte von Violette –, ihr vorzuschlagen, gegen Übernahme ihrer Schulden sich für ein paar Monate einzumieten und als ihr neuer Freund Familie zu „spielen“. Gesagt, getan, ein Vertrag wird aufgesetzt und das Experiment beginnt.
Der hier geschilderte Plot klingt nicht nur platt, aber unter den Händen von Regisseur Piere Améris („Ananyme Romantiker“) gerät sein neuer Film „Familie zu vermieten“ zu einem Paradebeispiel der Romantischen Komödie à la française. Das liegt auch an Poel-voordes Darstellung des ungelenken und lebensfremden Paul-André und an Efiras bodenständiger Violette, die einander, anders als im Vertrag vorgesehen, näherkommen – aber doch einige Hürden nehmen müssen, bevor sich entscheidet, ob aus der ungleichen Liaison etwas wird oder nicht.
Auch das Setting der Familie trägt einiges dazu bei, dass der Film nicht in übliche Schablonen gerät: 
Lucie und Auguste haben verschiedenen Väter, Augus-tes Erzeuger war überdies ein Schwarzer. Der kulturelle und soziale Mix, der in „Familie zu vermieten“ zusammengewürfelt wird, bietet ausreichend Gelegenheit zu humorigen und absurden Wendungen, ohne eine sympathisierende Grundstimmung allen Beteigten gegenüber zu verlieren. Ein Feel-Good-Movie im besten Sinn des Wortes.


Familie zu vermieten 
(Une famille à louer)
F 2015. Regie: Jean-Pierre Améris.
Mit Benoît Poelvoorde, Virginie Efira.
Polyfilm. 96 Min.
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