So offensichtlich ist Luc Bessons Einfluss auf das jüngste Action-Fabrikat französischer Herkunft, dass seine direkte Beteiligung daran nicht einmal in den Abspann geschrieben wurde. „Hitman“ braucht auch keine Hinweise, um sich als Nachahmungstäter zu kennzeichnen; das erledigen seine eleganten Settings, durchchoreografierten Kämpfe und eine beliebige Geschichte, die wie auf einem Ölfilm ihrem Ende entgegenrutscht, schon selbst. Vom gleichnamigen Computerspiel blieb bis auf die Figur des mysteriösen Einzelgänger-Killers wenig. Vor allem die Herausstellungsmerkmale wurden entfernt, fehlen damit auch dem Film, der sein Heil stattdessen vergeblich in brummigen, taktlosen Pointen sucht. Der Moment der Hommage, wenn kurz in die Spielperspektive gewechselt wird, wird so zum traurigen Blick auf das Abhandengekommene.
HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE
F/USA 2007.
Regie: Xavier Gens.
Mit Timothy Olyphant, Olga Kurylenko, Dougray Scott.
Verleih: Centfox. 92 Min.