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Nicht von schlechten Eltern - 12/2018

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Szenen des Näherkommens

| Von Doris Helmberger

Ein Baby weint. Es japst nach Luft, es spuckt, es schreit ohne Unterlass. Seine Mutter Imke hält es in ihren Armen, Vater Klaus stützt seine Frau, doch es hilft alles nichts. Erschöpft und mit geröteten Augen hocken sie da. Erst als Klaus Harms mit dem Buben zu sprechen beginnt, hält er kurz inne. Die Szene, mit der Regisseur Antonin Svoboda seinen jüngsten Dokumentarfilm „Nicht von schlechten Eltern“ be-ginnt, fährt durch Mark und Bein. „Ich bin draußen, ich habe an allen Fronten versagt“, wird der Vater später sagen und sich in die Ecke stellen, um seiner Empfindung körperlich Ausdruck zu verleihen. Draußen, unfähig, mit dem eigenen Kind in Kontakt zu treten: So fühlen sich viele Eltern von „Schreibabys“. Drei Familien hat Svoboda über ein Jahr lang begleitet, Imke und Klaus mit ihrem Konrad oder auch Hannah und ihre Tochter Lotta, die einen Schwarm wilder Bienen in sich zu haben scheint. Hautnah, und trotzdem mit der nötigen Distanz fängt Svobodas Kamera im Therapiesetting die Gespräche ein, die der Bremer Psychotherapeut und Psychologe Thomas Harms mit den Kindern und Eltern auf Augenhöhe führt. Ergänzt werden die Szenen durch Experten-Gespräche zur Eltern-Kind-Beziehung. „Wir wissen nicht mehr, was eine gute Mutter, ein guter Vater ist“, sagt die niederländische Kinderpsychologin Paulien Kuipers. Dank Svobodas einfühlsamem Film kann man es zumindest erahnen.


Nicht von schlechten Eltern
A 2017. Regie: Antonin Svoboda.

Filmladen. 86 Min.
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