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Princesas - 11/2007

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Fern dem Königreich
„Princesas“: Eine ganz alltägliche Geschichte mit zwei ganz alltäglichen Heldinnen. Beruf: Prostituierte.
Von Nicole Albiez

Wenn die gut 30-jährige Caye mit ihrer Familie zu Mittag isst, dann ignoriert sie ihr Handy beharrlich. Die Mutter macht das ständige Schrillen nervös; noch aufgeregter wäre sie allerdings, würde ihre Tochter die Anrufe entgegen nehmen. Dann würde Caye am bürgerlichen Mittagstisch nämlich über Tarife und Verfügbarkeiten Auskunft geben: Caye ist Prostituierte. Mit der Frage, wie sie dazu wurde, hält sich Fernando León de Aranoa (Montags in der Sonne) in Princesas nicht auf; er weigert sich auch, die gängigen Klischees anzuwenden; Caye ist ein Mädchen von nebenan, das ohne viel Aufhebens seiner Beschäftigung nachgeht.
Beschönigt wird nichts, León de Aranoa übt sich durchaus in Sozialkritik, wenn er auch unaufgeregt ihren faden Alltag verfolgt – und die aufblühende Freundschaft mit Zunftgenossin Zulema. Gemeinsam träumen sie vom Glück und stoßen immer wieder auf die Realität. León de Aranoa seziert die Träume seiner Figuren und inszeniert eine schmerzvolle Geschichte mit leichter Ironie – und einem unvergesslichen, starken Frauengespann. Die Liebe zu den vielschichtigen Figuren wird in ihren Dialogzeilen spürbar, sie sind wunderbar komisch. Melancholisch. Poetisch. Alltäglich. Manchmal pathetisch. Einmalig sensibel ist die Darstellung von Candela Peña und Micaela Nevárez: „Heute sind wir keine Huren. Heute sind wir Prinzessinnen.“


Princesas
ESP 2005.
Regie: Fernando León de Aranoa.
Mit Candela Peña, Micaela Nevárez.
Verleih: Polyfilm. 113 Min.
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