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Privatbesitz - 08/2007

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Zerbrochene Familienbande
„Nue Propriété“ von Joachim Lafosse: Die einnehmende Isabelle Huppert in einer Geschichte über trügerische Familienidylle.
Von Nicole Albiez

Der Umgangston ist neckisch und salopp – ob beim gemeinsamen Essen oder wenn sich die Mutter kritisch im Badezimmerspiegel beäugt und sich ihre beiden Söhne, Zwillinge, über sie lustig machen. Doch das Familienidyll trügt; so tief verankert, wie es vorerst scheint, sind die Bande nicht: Die bloße Überlegung der Mutter, das eigene Haus zu verkaufen, lässt den geschlossenen Mikrokosmos explodieren. Hier ist so manches im Unreinen …
Auf meisterhafte Weise erzählt Joachim Lafosse in Nue propriété die Geschichte einer auseinanderbrechenden Familie. Er weiß, wovon er spricht: Er erzählt in Grundzügen autobiografisch. Die Intensität der eingefangenen Bilder wird durch die Tatsache verstärkt, dass es sich bei den Darstellern der Brüder um Zwillinge handelt und ihre Mutter von der einnehmenden Isabelle Huppert verkörpert wird.
Lafosse arbeitet auch mit statischen Sequenzen. Die Figuren stecken in ihren Positionen fest. „Die Schauspieler müssen das Bild verlassen, die Kamera folgt ihnen nie. Dann, als hätten sie keine Wahl, kommen sie zurück.“ Die Geschichte löst sich mit einem exzessiven Knall, aber die letzte Einstellung versprüht Hoffnung: Die Ketten sind gesprengt, vielleicht aber knüpfen sich die Bande auf leichtere Weise wieder.


Privatbesitz
Nue Propriété
F/B/LUX 2006.
Regie: Joachim Lafosse.
Mit Isabelle Huppert, Jérémie Rénier, Yannick Rénier.
Verleih: Stadtkino Wien. 90 Min.
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