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Once - 17/2008

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Es war einmal in Dublins Fußgängerzone
„Once“: Ein verdienter Oscar für den besten Filmsong von Glen Hansard und Markéta Irglová in einem bezaubernden „Musical“.
Von Otto Friedrich

Musical als Film funktioniert doch immer wieder. Zuletzt steckte Hollywood viel Geld und Spezialeffekte in Stephen Sondheims „Sweeney Todd“ (Furche 8/2008), um eine schaurige Moritat ausschließlich mit Schauspielern als Sängern leinwandtauglich zu machen. Das funktioniert auch umgekehrt: Low Budget, Sänger als Schauspieler und alles ganz und gar anders als im „klassischen“ Musical-Genre: Die leicht-schwere irisch-tschechische Liebesgeschichte „Once“ ist der Aufsteiger aus der Independent-Szene und strahlt im Plot wie in der Musik einen Zauber aus, der seinesgleichen lang suchen muss.
Ein Straßenmusiker in Dublin, im „Brotberuf“ Staubsaugerreparierer und viel zu talentiert, als dass seine Musik auf die Fußgängerzone der irischen Hauptstadt beschränkt bleiben sollte, trifft eine junge tschechische Pianistin, die mit ihrer kleinen Tochter als Putzfrau und Rosenverkäuferin über die Runden kommt. Die Musik – und bald noch viel mehr – verbindet sie. Der Straßenmusiker nimmt ein Demo-Band auf, weil er nach London will, um als Musiker Fuß zu fassen. Die Aufnahme im Studio, wo er mit Kollegen und der Pianistin ein Wochenende verbringt, wird zu beider Nacht der Nächte – ohne dass daraus die Gemeinsamkeit eines Lebens resultieren muss. Die Leichtigkeit der Musik tröstet, deren Melancholie vertreibt Schwermut aber nicht.
Filmemacher John Carney war selber Bassist in der irischen Rockband „The Frames“. Deren Bandleader Glen Hasard spielt auch die Hauptrolle in „Once“. Ein Musikbegeisterter, der die Leichtigkeit der Muse grandios sympathisch auf die Leinwand bringt. Kongenial Markéta Irglová als Pianistin: Die bei den Dreharbeiten kaum 19-jährige Tschechin besticht mit erfrischender Stimme und ebensolcher Ausstrahlung, sodass die Widrigkeiten, die am Ende die Oberhand behalten, wie gerade gesungene Töne sanft verfliegen.
Ein ungewöhnliches, aber durch und durch bezauberndes Musical. Für den Song „Falling Slowly“
erhielten Hansard und Irglová den diesjährigen Oscar. Auch der Soundtrack entpuppte sich mittlerweile als Bestseller. Und kann ebenfalls eindrücklich zum Nachhören empfohlen werden.

ONCE
IRL 2006. Regie: John Carney.
Mit Glen Hansard, Markéta Irglová. Verleih: Filmladen. 85 Min.
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