„Frauen schreien schriller“, bringt der spanische Regisseur Jaume Balagueró seine Vorliebe für weibliche Horrorfilm-Protagonisten auf den Punkt. In „Rec“ berichtet TV-Lokalreporterin Angela über nachtaktive Berufsgruppen, diesmal die Feuerwache. Bald muss die Truppe zu einem Apartment ausrücken aus dem Todesschreie dringen. Balagueró (und Co-Regisseur Paco Plaza) verbinden (nicht ganz humorlos) George Romeros Zombiefilm-Regeln mit dem Stil der Fake-Documentary: „Rec“ ist das angeblich authentische Video jener Nacht. Leider ist das seit „Blair Witch Project“ oder „Zombie Diaries“ nicht mehr erfrischend. Tonaussetzer, gewollte Mängel, die limitierte Perspektive und wackelige Digitalästhetik sollen beklemmende Authentizität suggerieren, wirken sich in REC aber inszenatorisch zu limitierend aus: Keine ausgefeilten Perspektiven, keine dramatischen Schnitte, viel Dauergequassel. Allerdings: Das konzeptbedingte Fehlen von Musik steigert den visuellen Schockeffekt.
REC
SP 2007. Regie: Jaume Balaguero, Paco Plaza. Mit Manuela Velasco, David Vert, Carlos Vicente, Ferran Terraza. Verleih: 3L. 85 Min.