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Bank Job - 26/2008

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Gut behütetes Verbrechen

Regisseur Roger Donaldson begibt sich mit dem Krimi „Bank Job“ auf spekulatives Gebiet. Er erzählt eine wahre Geschichte, über die 30 Jahre lang geschwiegen wurde.

Von Jürgen Belko

Der Gute unter den Bösen hat wieder zugeschlagen: Nachdem Action-Star Jason Statham bereits als „The Transporter“ (2002/2005) erfolgreich war und „The Italian Job – Jagd auf Millionen“ (2003) zur Zufriedenheit des zahlenden Kinopublikums erledigt hat, stürzt er sich nun als Schmalspur-Ganove mit Einbrecherqualität ins Leinwand-Getümmel.
„Bank Job“ basiert auf einem realen Kriminalfall, der sich Anfang der siebziger Jahre in Großbritannien ereignet und als „Walkie Talkie Robbery“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist.
Brisant ist der Raub vor allem deshalb, weil trotz der erbeuteten Summe von 500.000 Pfund die Behörden einen Mantel des Schweigens über den Fall gebreitet haben, was zu zahlreichen Spekulationen über die Hintergründe des Verbrechens geführt hat.
Regisseur Roger Donaldson hat nun eine davon aufgegriffen und zu einem Thriller-Melange aus Korruption, Mord und Sexskandal gemixt: Der schwarze Möchtegern-Revolutionär „Michael X“ nutzt kompromittierende Fotos einer britischen Prinzessin, um – unbehelligt von Polizei und Justiz – seinen kriminellen Machenschaften nachzugehen. Und wo wäre das brisante Material sicherer aufgehoben als in einem Bankschließfach? Schließlich rechnet doch niemand damit, dass sich kleinkriminelle Amateure ein renommiertes Geldinstitut aussuchen, um den vermeintlich größten Coup ihres Lebens durchzuziehen. Wenn aber die Londoner Unterwelt, aber auch Mitglieder der High Society oder gar des Königshauses ein genuines Interesse daran haben, dass nichts davon in die Öffentlichkeit kommt, ist Spannung vorprogrammiert.
Die Akten dieses spektakulären Kriminalfalls befinden sich größtenteils noch heute unter Verschluss, dementsprechend schwierig gestalteten sich auch die Recherchearbeiten zum Film. „Bis wir unsere Nase in die Sache steckten, gab es niemanden, der die Leute, die wirklich in den Einbruch involviert waren, aufstöbern konnte. Sie waren einfach nicht zu finden, hatten neue Identitäten oder waren abgetaucht“, erzählt Produzent Steven Chasman.
Dass am Ende doch ein gelungener Banküberfall-Krimi im Retro-Chic der siebziger Jahre entstanden ist, ist auch ein Verdienst des auf Polit-Thriller spezialisierten Regisseurs („Thirteen Days“), der geschickt Fakten und Fiktion zu einer spannenden Story verknüpft.

BANK JOB
GB 2008
Regie: Roger Donaldson
Mit Jason Statham, Saffron Burrows, Stephen C. Moore, Daniel Mays
Verleih: Lunafilm; 110 Min.
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