Eine Meisterübung im „Style over Substance“-Prinzip zeigt Regisseur Jonathan Levine mit seinem Langspielfilm-Debüt „All The Boys Love Mandy Lane“. Einem monströsen Werbespot gleich, unter großzügigem Einsatz von Weichzeichnern und Zeitlupen, inszeniert er die Titelfigur: Das attraktive Highschool-Mädchen Mandy Lane, dem alle verfallen scheinen. Als sie mit Freunden ein Wochenende auf einer isolierten Farm verbringt, nimmt das Teenie-Schlachten seinen (überraschenden?) Lauf. Es ist allerdings die Art der Inszenierung, mit der Levine der jüngeren Horror-Film-Geschichte Maßstäbe setzt: Quer durch das Genre zelebriert er – kein Klischee auslassend – den klassischen 80er Jahre Teenie-Slasher ebenso wie die Suspense-Mechanismen der 70er Jahre. Schade, dass er nicht mehr wagt und sich auch inhaltlich an die Slasher-Genre-immanente Vorschrift hält: „Sinnfrage verboten“.
ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE
USA 2008. Regie: Jonathan Levine.
Mit Amber Heard, Anson Mount.
Verleih: Senator. 90 Min.