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Ungelesen , 16:43
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2000 Jahre Verkrampfung

Sie haben ja so recht! Sie schreiben sehr milde, zurückhaltend. Rom versucht nicht nur nicht zu korrigieren und vielleicht anzudeuten, dass das ein Fehler war – nein, es wird in Richtung noch konservativerer Beton-Haltung marschiert. Nicht einmal ein Gespräch mit dem höheren Klerus ist möglich.
Schon immer, schon in den Evangelien gab es eine sexfeindliche, frauenfeindliche Haltung – es ist nicht zu begreifen. Auch Jesus selbst wird niemals mit Frauen in Zusammenhang gebracht, obwohl die moderne Forschung sich einig darüber einig ist, dass der Jude Jesus im damaligen Palästina, seiner Zeit entsprechend, sicherlich Beziehungen zu Frauen hatte und mit hoher Wahrscheinlichkeit verheiratet war.
Vielleicht ist das Erleben von Sex überhaupt eines der größten Gottesgeschenke. Wie soll man eine Kirche ernstnehmen, die als einzige der großen monotheistischen Weltreligionen ihren Priestern jeden Zugang zur Sexualität streng verbietet? Was man diesen armen tiefgläubigen Männern aufzwingt, muss auf Grund der so starken Biologie kaum zu ertragen sein!
Alles wäre nicht so schlimm, wenn sich nicht diese verkrampfte Sexualmoral im Laufe von 2000 Jahren so tief in uns verankert hätte, dass auch der, der sich schon ganz von der Kirche losgesagt hat, das tief im Inneren letztlich noch rudimentär mit sich herumträgt.
In meinem Bekanntenkreis haben alle trotz lang vergangener 68er-Bewegung eine Sexualmoral, die sich von jener der Urgroßeltern nicht unterscheidet!
Dr. Christian Pfersmann
1190 Wien, Seleskowitschgasse 2/3
cpe.pfersmann@netway.at

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  18:58:46 07.17.2005