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Wo bleibt das Versöhnliche?
  #1  
Ungelesen , 18:58
Leserbrief Leserbrief ist offline
 
Registriert seit: 15.11.2007
Beiträge: 423
Betrifft: Diverse Beiträge zum Tod von Jörg Haider in Nr. 42
So plötzlich und dramatisch aus dem Leben gerissen zu werden, wie Jörg Haider, ist für das betroffene Umfeld ein schwerer Schock.
Leider ist auch die Berichterstattung der Medien zu diesem Ereignis und zu ihm selbst vielfach von niedrigem Format, ja geradezu schlimm. Dies schon am Todestag, aber auch in den Tagen bis zu seiner Verabschiedung.
Es ist bekannt, dass Haider zu fast allen seiner politischen Kontrahenten zu Lebzeiten wieder ein versöhnliches Verhältnis gesucht und gefunden hat.
Einigen Kommentatoren ist dies nicht einmal anlässlich seines Todes möglich. Oft ist nicht einmal das Bemühen zu erkennen, im Sinne des klassischen „De mortuis nil nisi bene“ („Über Tote spricht man nur Gutes“) zu kommentieren. Geradezu das Gegenteil ist der Fall!
Erschreckend, dass gerade die christliche(?) FURCHE zu den besonders negativen Beispielen zählt!
Sind diese Kommentatoren anlässlich der Bilder zum Geschehen und der Wortmeldungen der einfachen Menschen nach Haiders Tod noch immer der absurden Ansicht, seine Wähler seien alle Rechtsradikale?
Zu diesem Zuordnungssystem möchte ich nüchtern in Erinnerung rufen, dass die im „Dritten Reich“ in die Irre Gegangenen in allen politischen Lagern der Zweiten Republik vertreten waren und oft genug hohe Staatsämter erreicht haben. Diesen kritischen und korrekten Damen und Herren Kommentatoren sei ins Stammbuch geschrieben: Im Tod sind alle gleich.
Hoher Anerkennung wert und Hoffnung gebend ist, dass selbst die Politiker der anderen Parteien nahezu ausnahmslos tiefer gehende Aussagen gefunden, auf den Menschen Haider und seine Vorzüge nicht vergessen und Versöhnlichkeit gezeigt haben.
Wie immer man zu Jörg Haider stand oder steht: Es ist nicht zu übersehen, dass dieser Politiker und Mensch in unglaublich vielen Menschen zutiefst persönliches Erleben und nun große Betroffenheit ausgelöst hat.
Mag. Peter Strauß
4910 Ried/Innkreis, Johann-Veichtlbauer-Weg 11
pet_arte@hotmail.com
  #2  
Ungelesen , 19:06
Rudolf Mitlöhner Rudolf Mitlöhner ist offline
 
Registriert seit: 16.05.2007
Beiträge: 21
Nicht pietätlos

Wir sind ganz sicher nicht der Meinung, dass Haiders Wähler „alle Rechtsradikale“ sind – und das haben wir auch nicht geschrieben. Mit dem Artikel „Ein Getriebener bis in den Tod“ wollten wir darstellen, wie sehr Jörg Haider eben ein Getriebener, teils auch ein Antreiber war. Beim „Nachruf im Konjunktiv“ ging es darum, zu zeigen, was ein Politiker vom Format Haiders für das Land an Positivem hätte bewirken können, wenn er sich nicht mit seinem (auto-)destruktiven Potenzial so sehr im Weg gestanden wäre. Beides halten wir nicht für respekt- oder pietätlos. red.
  #3  
Ungelesen , 14:26
veverl veverl ist offline
 
Registriert seit: 09.10.2008
Beiträge: 3
Der Tod macht auch niemanden besser...

Was von uns bleibt, wenn wir gegangen sind, sind nunmal unsere "Taten und Werke"! Danke, der "haiderschen" haben wir genug in Kärnten.

Ich schäme mich derzeit eine von jenen zu sein, die Nichts tut um den Menschen auf der Saualm in irgendeiner Form zu helfen! Das ist ein Grund traurig zu sein! Es besteht "Sonnenfinsternis-Gefahr" in Kärnten wg. solcher Dinge!

Mag. Genoveva Müller

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  15:49:00 07.13.2005