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Schuldiskussion
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Ungelesen , 20:43
Musikant Musikant ist offline
 
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In früheren Zeiten war Kinderkriegen nichts Idealistisches: Man zeugte seine Arbeitskräfte, Altersversorger, Betriebsnachfolger etc. Nicht immer, aber allzu oft war deshalb Ausbeutung Kinderschicksal und persönliche Entfaltung ein außerordentliches Privileg. Deshalb wurde Kinderarbeit verboten und durch Schulpflicht ersetzt. Jetzt sind Kinder purer Luxus geworden. Und so werden sie in der öffentlichen Diskussion hin- und hergeschoben: Von den Eltern in die Schule und zurück; zur Politik und zurück; und viel zu oft schließlich in Kriseninterventionszentren und Jugendgefängnisse.
Offenbar sind wir von einem Extrem ins andere gefallen. Lasst uns das Tabu brechen und uns die Frage stellen: Welches Maß und welche Art des Beitrags zum Gemeinwohl ab welchem Alter vertragen sich mit einer gedeihlichen Entwicklung der Kinder- bzw. Jugendpersönlichkeit? Positive Beispiele hierfür gab es in früheren Zeiten durchaus – nur hatten Kinder keinen Anspruch darauf.
Wir dürfen uns wieder fragen, was wir von unseren Kindern wollen – und damit ist jetzt ausnahmsweise nicht die Stoffliste des Mathematiklehrers für die nächste Schularbeit gemeint. Wir sind verpflichtet, unseren Kindern eine ehrliche Antwort zu geben, die sich nicht versteckt hinter der Floskel „Wenn du jetzt nichts lernst, wirst DU später keinen ordentlichen Job BEKOMMEN“ Ansonsten werden wir machtlos bleiben gegenüber dem Trend, dass junge Leute außer Handy und Computer nichts mehr interessiert, auch nicht in der Schule beim pädagogisch noch so gut ausgebildeten Lehrer.

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  01:17:21 06.15.2005