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46/2007 - Schutzzonen oder Lebensschutz?
  #1  
Ungelesen , 12:27
Schutzzonen oder Lebensschutz?
Neuer Streit um Abtreibung

Die Forderung nach bundesweiten Schutzzonen rund um Abtreibungskliniken sorgt für politischen Zwist. Das Recht der Privatsphäre der Frauen steht gegen das Recht auf Meinungsfreiheit. Zusätzlich löst ein Forderungspaket bezüglich der Fristenlösung eine Grundsatzdiskussion aus. Während die eine Seite zu wenig Beratung und Hilfsangebote für Frauen in Konfliktschwangerschaften ortet, fürchtet die Gegenseite eine Bevormundung der Frauen, die sich den Schritt ohnedies gut überlegen würden.

Schutzraum: aber für wen?

„Dann öffnete sich auch eine Tür“
  #2  
Ungelesen , 18:09
Leserbrief Leserbrief ist offline
 
Registriert seit: 15.11.2007
Beiträge: 423
Schutz für die Lebensschützer!

Ihr Bericht über Schutzzonen vom 15. November wurde mir erst jetzt gezeigt. Er ist tatsächlich mehr als enttäuschend. Ihr letzter Satz in diesem Artikel, der die Assoziation zu Drogendealern zulässt, ist verwerflich. Für eine ehemals katholische Zeitschrift ist dies mehr als bedauerlich!
Die Gehsteigberater beschimpfen nicht, sondern sie werden selber geschmäht und beschimpft. Sie vollbringen ihren Dienst ehrenamtlich und nehmen die Verachtung der Passanten in Kauf, weil ihnen die Rettung eines Menschenlebens wichtiger ist. Ich würde mich nicht selbst trauen, diese Funktion zu übernehmen, habe aber alle Hochachtung vor diesen mutigen Menschen, von denen ich in Vorarlberg einige kenne. Sie kommen, um die Frau davor zu schützen, ihr Kind zu vernichten und sich damit ein Leid aufzuladen, das oft erst, wie dies dann bei psychologischen Beratungen zutage kommt, nach Monaten und Jahren durch eine tiefe Depression sichtbar wird. Sie schützen somit nicht nur das Kind, sondern auch seine Eltern. Mütter, die dadurch in letzter Minute zum Nachdenken gebracht werden und ihr Kind behalten, schreiben berührende Dankesbriefe! Die Gehsteigberater geben den Frauen nicht nur Informationsmaterial, sondern sie helfen ihnen auch weiter bis zur Geburt des Kindes und auch darüber hinaus. So haben sie z. B. in Vorarlberg schon zahlreiche Kinder buchstäblich in letzter Minute gerettet. Den Gehsteigberatern gebührt daher die Lebensrettermedaille, nicht eine „Schutzzone“! Sie sollten vielmehr selber Schutz erhalten, um sich vermehrt für das ungeborene Kind und seine Eltern einsetzen zu können, damit in unserem Staat ein Klima entsteht, in dem jedes Kind willkommen ist.
Dr. Gertraud Weggemann-Posch
FA f. Kinder- und Jugendheilkunde
gertraud.weggemann@aon.at
  #3  
Ungelesen , 18:15
Rudolf Mitlöhner Rudolf Mitlöhner ist offline
 
Registriert seit: 16.05.2007
Beiträge: 21
Der Verweis auf die Schutzzonen um Schulen sollte nicht diese mit Abtreibungskliniken oder Drogendealer mit Lebensschützern gleichsetzen – das wäre ja absurd –, sondern einzig darauf hinweisen, dass es das Instrument Schutzzone – in einem ganz anderen Bereich – bereits gibt. Über manche Gruppierungen unter den Abtreibungsgegnern bzw. Lebensschützern kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ungeachtet dessen ist der von Ihnen kritisierte Artikel m. E. äußerst sachlich und differenziert in der Darstellung – auch die von Ihnen genannten „Gehsteigberater“ werden keineswegs verunglimpft. Mit dem Beitrag auf der gegenüberliegenden Seite über die Aktivitäten der „Aktion Leben“ haben wir ein Stück weit auch Position in der Debatte bezogen: Die FURCHE hat grosso modo immer für diesen Ansatz, der Beratung und Hilfe in den Vordergrund stellt, mehr Sympathien gehabt, als für die sog. „radikalen Abtreibungsgegner“. Ich hoffe, dass das dennoch als „katholisch“ gilt.
Rudolf Mitlöhner

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  07:03:14 07.21.2005