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Die Alternative ist die Stricknadel
  #1  
Ungelesen , 16:52
nicole124 nicole124 ist offline
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 3
Ein sehr emotionales Thema, was aber Fr. Merkens übersieht oder nicht wahrhaben will, ist eben, dass es Frauen gibt, die in der Abtreibung ihren einzigen Ausweg sehen, und das kann sie - wahrscheinlich aus ihrer katholischen Grundhaltung - nicht wahrhaben und glaubt, allein mit Beratung könnte sie Frauen schon überzeugen, ja zum Kind zu sagen !

Das ist eine Illusion ! Dr. Fiala macht das einzig Richtige in dieser Situation, er hilft den Frauen auf eine Weise, die sie verlangen ohne ihnen den ganzen moralischen Mist aufzuladen, mit dem Fr. Merkens daherkommt.

Es handelt sich, wie gesagt, um erwachsene Frauen, die in der Lage sind, selbst zu entscheiden, was sie in ihrem Leben machen, und das ist zu respektieren, und zwar von allen !

mfg C.
  #2  
Ungelesen , 22:06
Katharina Katharina ist gerade online
 
Registriert seit: 31.07.2009
Beiträge: 6
Die Alternative ist die Stricknadel

Ich empfinde wie Frau Dr. Merckens, dass es eine Unverschämtheit ist, wie der Arzt und "Lebensschützer" (Hippokratischer Eid ist hoffentlich nicht veraltet!!) mit dem Thema und den Mädchen und Frauen umgeht. Dafür muss man nicht katholisch sein, um das so zu empfinden!
Herz schlägt übrigens sehr wohl ab der 5. Woche ! http://www.babycenter.at/pregnancy/e...chen/05wochen/

Es gibt sicherlich einen Unterschied zwischen der Beratung dieser Klinik, an der Herr Dr. Fiala arbeitet und wahrscheinlich der Aktion Leben (als Beispiel). Das sieht man schon daran, dass Herr Dr. Fiala „Die Pille danach“ in einem Atemzug nennt wie Verhütungsmittel. Was sie nun wirklich nicht ist.
In der einen wird in Richtung beraten "Abtreibung ist ein Menschenrecht" und in der anderen "Leben ist ein Menschenrecht" und wie können wir es gemeinsam verwirklichen.
Es ist nicht als einzige Alternative die Stricknadel - wie Herr Dr. Fiala meinte. Es gibt andere Lösungsansätze und Abtreibung sollte wirklich nur die letzte Möglichkeit sein.
Wann fängt Menschenrecht an? Kann sich das nur einfordern, der selbstständig tätig sein kann? Was natürlich Behinderte und viele ältere Menschen auch einschränken würde, nicht nur die Ungeborenen. Was wir ja alles schon einmal hatten.
Dass Abtreibung innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft in Österreich straffrei bleibt, heißt ja nicht, dass Abtreibung erlaubt ist. Sie bleibt halt ohne Bestrafung.

Sollte man nicht MEHR Augenmerk darauf legen, dass allen Frauen, die ihr Kind nicht behalten können oder wollen die Möglichkeit einer kostenlosen Geburt (auch kostenlose Untersuchungen während der Schwangerschaft) ermöglicht wird? Ebenso mehr Babyklappen und zusätzlich eine einfachere Adoptionsmöglichkeit von Säuglingen an Ehepaare, die nicht schon 40 Jahre alt sind?
Ich finde, man macht sich mehr Gedanken, wie man Frauen helfen kann, ihr ungeborenes Kind günstig abzutreiben, als es günstig zu behalten oder zumindest es gesund auf die Welt zu bringen.
Das läuft für mich in die falsche Richtung.
  #3  
Ungelesen , 16:46
walter g heimerl walter g heimerl ist gerade online
 
Registriert seit: 10.07.2009
Beiträge: 4
Profi(t)-Engelmacher als Erlöser

Wer immer den Chef der lizenzierten Engelmacher in Österreich lobenswert empfindet, tut mir Leid. Irgendetwas stimmt bei dem/der nicht.
Wer jemals etwas von Ultraschall gesehen hat, weiß, dass mit 8 Wochen schon ein Mensch da ist und kein Zellhaufen.
Selbstbestimmung der Frau? Auch bei Alko-Fahrerin?
Wer ist vorwiegend an Abtreibung interessiert? Männer. die Zahlungsverpflichtungen vermeiden wollen. Und solche, die als Abtreibungspäpste gelten und an vielen Orten (z,B. Wien und Salzburg) kassieren.
Am Schicksal der Frau sind beide Gruppen gleicherweise desintereessiert. Die eigenen Finanzen stehen im Vordergrund..
  #4  
Ungelesen , 16:29
christianjosef christianjosef ist gerade online
 
Registriert seit: 13.07.2009
Beiträge: 7
Recht auf Abtreibung ? Recht, am Leben zu sein ?

Das sehe ich absolut nicht so wie nicole 124; auch ein erwachsener Mensch kann in einer Zwangslage zu einer Entscheidung gedrängt werden, die er so nicht treffen würde.
Gerade in einer Situation der vielleicht nicht von beiden gewünschten Schwangerschaft muß sich die Gesellschaft schützend vor das Leben stellen.
Es ist erwachsenen Menschen sogar verboten, länger als 10 oder 12 Stunden durch zu arbeiten (siehe Arbeiszeitgesetz), ihr Kind vor der Geburt zu töten, stellt man ihnen anheim?
Da brauche ich keine katholische Grundhaltung, um das abzulehnen.

Christian Exenberger
  #5  
Ungelesen , 15:59
nicole124 nicole124 ist offline
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 3
Meiner Meinung nach ...

leben viele in diesem Chatroom in einer Traumwelt !
Ist es Ihnen denn lieber, wenn Babies einbetoniert in Blumenkästen enden oder in der Mülltonne oder hinter irgendeinem Busch ?
Das sind fertige Menschen, die hier im wahrsten Sinne des Wortes weggeworfen werden, die lebensfähig sind, atmen, Schmerz spüren und ihren eigenen Tod auch.
Aus diesen Gründen bin ich für Abtreibung, denn Zwangslage oder nicht, auch bigotte Katholiken müssen sich nun mal damit abfinden, dass nicht jede Schwangerschaft gewollt ist. Es gibt manigfaltige Gründe, warum eine Frau diese Entscheidung trifft, aber der Staat und wir alle werden niemals in der Lage sein, alle Rahmenbedingungen zu schaffen, um alle Schwangerschaften auch wirklich in einer Geburt und einem darauffolgenden glücklichen Leben enden zu lassen !

Mit freundlichen Grüssen
  #6  
Ungelesen , 19:55
walter g heimerl walter g heimerl ist gerade online
 
Registriert seit: 10.07.2009
Beiträge: 4
Nicoles "moralischer Mist"

"Mein Bauch gehört mir." Das ist kein "moralischer Mist". Nur amoralischer Egoismus .
"Mein Betrieb gehört mir. Die Weiber behandle ich, wie ich will. Weg mit dem moralfeministischen Mist!"
Nicole ist auf derselben Moralstufe.
  #7  
Ungelesen , 09:42
Franz v. Ars**issi Franz v. Ars**issi ist gerade online
 
Registriert seit: 11.09.2009
Beiträge: 3
Da werden wieder Sachen zusammengeworfen ...
Eine westliche Gesellschaft hat danach zu trachten, Kinderreichtum zu erlangen, und zwar auch aus rein ökonomischen Aspekten. Dass man aus solchem das Recht zum Schwangerschaftsabbruch verweigern will, ist diktatorisch.
Was ist für verzweifelte Frauen die Alternative? Ja für ein Nein bei Frauen ab 35, die einfach zu dumm waren, zu verhüten und denen ein 3. Kind unpässlich käme.
Nein auch bei z.B. Migrantinnen, die bei einem unehelichen Kind geächtet würden von ihrer Familie, womöglich einem Mord zur Aufhebung dieser "Schande" zum Opfer fallen? Da sind sämtliche Verbote zu kurz gegriffen. Hilfe und Unterstützung bieten, aber ein Verbot schafft nur Räume für verzweifelte, illegale Praktiken.

PS: Warum sind (vor allem in den USA) die meisten radikalen Abtreibungsgegner gleichzeitig so vehemente Verfechter der Todesstrafe?
  #8  
Ungelesen , 21:39
Musikant Musikant ist offline
 
Registriert seit: 18.04.2009
Beiträge: 43
Zugeständnis oder Wert

Ganz sicher gibt es extreme Lebenssituationen, in denen Abtreibung die einzig realistische Konsequenz darstellt. Wenn aber die Zahl der Abtreibungen der Größenordnung nach sich jener der Geburten annähert, dann hat die Abtreibung aufgehört, ein barmherziges Zugeständnis zu sein, dann ist sie zu einem Wert geworden, der mit Zähnen und Klauen verteidigt wird, und dem Feste gefeiert werden. Und da regt sich in der Seele dann doch ein mulmiges Gefühl.
Elisabeth Ertl

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  13:17:00 07.17.2005