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Von Präsidenten und Kinderliedern
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Ungelesen , 14:45
Andreas P. Tauser Andreas P. Tauser ist gerade online
 
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Beiträge: 1
Wenn er fällt, dann schreit er...?

Lasset uns singen! Das ganze Leben ist ein Quiz! Schön ist es, auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein.
Und in Wahrheit sind es aber die Schweine, für die immer alles in Ordnung ist, weil ihnen alles wurscht ist nämlich.
La Le Lu, nur der Mann im Mond schaut zu. Stimmt nicht ganz, denn er ist nicht der einzige, der nur zuschaut. Ich kann nix machen, denkt sich der Mond, und, zugegeben, oft denk ich mir das auch.
Es geht eine Zipfelmütz in unserm Kreis herum. Und? Was wetten wir? Ganz gleich, in welchem Kreise man zusammensteht, einer ist immer dabei, der im Geiste eine Zipfelmütz trägt, ein Ku-Klux-Klan-Mützchen mit Ausnehmung zum Hindurchblicken für Leute ohne Durchblick. Und diese Unser-Land-den-Inländern-Verblödung, dieser intellektuelle Konkursantrag ist in den Alten wie in den Jungen. Die Alten füttern die Jungen mit Falschinformationen, die jedem nur im Ansatz Wachsamen peinlicher sind als Mausi Lugner oder Niki Lauda.
Und die Jungen haben Fremdenhass in Blut und Alltäglichkeit und in Rap-Texten, die von mehr Perversität berichten als Mauthausenprotokolle. Ja: Weltoffenheit und Wir-Sinn sind umzingelt. Es gehn tausend Zipfelmütz u m unsern Kreis herum.

Hoppa, hoppa, Reiter! Wenn er fällt dann schreit er. Fällt er in den Busch…
Apropos Bush. Dieser hat zugeschaut, wie einer seiner Soldaten nach dem anderen gefallen ist. Und wenn er fällt, dann schreit er. Schreit er, wenn er fällt im Krieg? Noch vor Monaten fielen sie nicht in den, sondern mitunter wegen Bush. Gut: des Soldaten Leben fällt dem Präsidenten in die Hände. Und da wäscht eine die andere. Ein neuer Präsident sollte alles neu machen, besser gar, weil er Demokrat ist und schwarz. Nichts wird anders. Der Neue trägt sein verlogenes Lächeln eben weiß auf schwarz, nicht umgekehrt. Der Feind ist zu bekämpfen. Und was das für ein Feind ist. Noch heute! So ein schöner Feind aber auch. Ein Bild von einem Feind. Und Feindbilder stärken die Moral der von den Morallosen Dirigierten. Und wenn er fällt, dann schreit er. Nach seiner Frau? Nach seiner Mutter wahrscheinlich. Und fällt er in den Graben… Nein, auch in den Graben fällt er nicht, auch nicht im Graben, denn Schützengräben gibt es nicht mehr im Zeitalter der High-Tech- und Computerkriege. Aber er schreit, wenn er fällt, ganz gleich, wie der Präsident heißen mag. Bush, Obama oder Osama, Barack oder Mubarak.
Und Islamhasser (die gibt es weltweit) die, die ihre Angst als Argumente verkaufen wollen, kriegen nicht genug. Wer aufmuckt, wird besiegt. Amerika, Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Land der unbeschränkten Möglichkeiten. Land der unmöglich Beschränkten. Vorbild nur für Kapitalisten, die Kapital-Beschränkten.
Vorreiter in Sachen geplanter Obsoleszenz, Wachstumsindustrie und Überproduktion. Wenn Konsum glücklich machen würde, müssten wir im Kreis lachen können. Der Große geht den falschen Weg, die Braven folgen blind.
Schön ist es, auf der Welt zu sein. Lasst uns weiter singen: Das ganze Leben ist ein Spiel. Und dass es ein Spiel der Skrupellosen ist, erkennt man erst, wenn das letzte Kinderlied verklungen und man hinaus sieht über den Spielplatzzaun. Selig jene, die klein genug geblieben sind, Kronen-Zeitung und Bild für Information und Talkshows für Kommunikation zu halten.

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  09:49:15 07.19.2005