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Wintersport oder: Die Geburt des Wahnsinns aus dem Geiste der Musik
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Ungelesen , 12:42
res res ist offline
 
Registriert seit: 16.02.2010
Beiträge: 1
Szene 1
Auf der Terrasse einer Schihütte irgendwo in einer Wintersportregion,
die den Namen eines genialen Salzburger Komponisten trägt. Familienskigebiet.
Sonne, Neuschnee, Blick auf einen Talausgang, dessen landschaftliche Schönheit
wirtschaftlich motivierte Nutzung beinahe vergessen lässt. Beinahe.
Durch die beiden Außenlautsprecher des rustikal übersignifizierten Themen-Gastro-Betriebes
prallt Alpenballermannmusik bis an die akustische Schmerzgrenze,
die geistige schon längst überschritten.

Szene 2
Etwas später im Tal, leicht dämmrig und so gegen Ende des Schikurstages.
Die sattsam bekannte Musik wird leiser.
Man hört Anfeuerungsrufe und eine Stimme aus einem Megaphon:
„… unsere jüngste Teilnehmerin, die vierjährige Celine hat die Bestzeit! ...“
Die Menge an Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten jubelt den Kindern zu,
Musik schwillt wieder an,
die Menge schunkelt illuminiert - und singt textsicher:
„ ... ich mach´ nur noch Apres-Ski … weil Schifoan woa i eh noch nie …
ich knutsche alle Hasen und lass mir einen … Obstler schmecken … “
(Quelle: nicht auffindbar)

Wo verläuft die Grenze zwischen touristischem Angebot und Delikt?
Ab wann beginnt Missbrauch?

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  12:07:52 07.16.2005