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Relativismus-Debatte
  #1  
Ungelesen , 13:36
Alfred Franz Alfred Franz ist gerade online
 
Registriert seit: 18.04.2010
Beiträge: 1
Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar – so eine berühmte heimische Autorin des vergangenen Jahrhunderts. Und: Die Wahrheit ist das Ganze – so ein eben nicht weniger berühmter Philosoph des Jahrhunderts davor. Derlei Hochprozentiges kommt einem in den Sinn, wenn man der jüngst natürlich erst recht wieder anschwellenden Relativismus-Debatte „nachdenkt“. Die nun als Paläo-Katholen verrufenen Wahrer des status quo sind dabei allerdings aufrichtiger als ihre zeitgeistigen Kritiker. Letztere erklären uns zwar unablässig dringenden Revisionsbedarf am überkommenen Moral- und Pastoral-Kanon, samt einer Menge wissenschaftlich verbrämter Lebens- und Sterbehilfe und wo immer möglich einer gehörigen Portion schwärmerischer Alltagsreligiosität noch dazu. Sie vermeiden es aber ebenso konsequent (und das anscheinend geflissentlich) ihre Karten aufzudecken, wenn es um jene unverhandelbare Substanz des Glaubensgutes geht, die es wie in jeder anderen Religion ganz einfach geben muss, wenn nicht überhaupt alles den Bach hinuntergehen soll.
Aus eben dieser Substanz folgt eo ipso einiges in Hinsicht von deren Anwendung in der Moral, wie uns die Theologie und – vielleicht noch überzeugender – deren „Magd“, die Philosophie, lehren. Wenn etwa Brautleute sich ihr Ja-Wort geben: kann das im Namen irgendeiner Barmherzigkeit irgendwie ungeschehen oder gegenstandslos gemacht werden? Gar wenn einer der Gatten damit nicht einverstanden ist? Wie ist dann ein damit konfligierendes neuerliches „Ja“ zu bewerten? Von solcherlei wäre im gegebenen Zusammenhang eben auch zu reden. Und wenn diese andere Seite des „Ganzen“ nicht argumentativ mitgeliefert wird, ist der Verdacht, dass man sich da nichts anderes als einen plebiszitären Konvenienz-Katholizismus einhandelte, nicht so abwegig. Wird als nächstes den Modernisten womöglich einfallen, dass sich der Papst doch gefälligst selbst abschaffen möge, womit kraft dessen Unfehlbarkeit der leidigen Auseinandersetzung endlich der Boden entzogen wäre?
Alfred Franz
  #2  
Ungelesen , 20:09
Soyka Soyka ist gerade online
 
Registriert seit: 31.01.2008
Beiträge: 30
Unfehlbare Entscheidung?

Wenn der Papst das Papstamt und/oder die gegenwärtige Art von Kirche abschaffen würde, dann würde seine Entscheidung endlich wirklich von allen als eine unfehlbare Lehramtsentscheidung anerkannt?
Oder???

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  17:39:45 07.19.2005