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Niederösterreich
  #1  
Ungelesen , 19:01
ohar ohar ist gerade online
 
Registriert seit: 06.02.2008
Beiträge: 1
Sehr geehrte Redaktion!
Bis jetzt habe ich mich immer gefreut über neue Ausgaben Ihrer Zeitung, besonders die Feuilletonseite hat mich besonders interessiert.
Mich hat auch beeindruckt, dass in einem katholischen Blatt sogar eine gewisse Meinungsvielfalt möglich war.
Mit der letzten Beilage zu Niederösterreich ist aber wieder ein altes Klischee schlagartig mit Wirklichkeit erfüllt worden: die Kirche als Vorfeldorganisation der ÖVP oder die ÖVP als Teiltruppe der Kirche.
Dass diese Beilage – gerade in Vorwahlzeiten – ein objektiver Bericht über NÖ sein sollte, nimmt Ihnen nicht einmal der wohlmeinendste Katholik ab, zu oft grinst Pröll, umgeben von glücklichen Kindern und Rentnern, aus der Kath-Postille. Und überhaupt ist in NÖ alles paletti, und es gibt keinerlei Probleme: Pröll und seine Getreuen haben alles fest im Griff.
Diese Beilage ist eine Schande für Ihre Zeitung, die sich bis jetzt durch hohes Niveau ausgezeichnet hat.
Mit freundlichen Grüßen
Otto Harant
4400 Steyr

Geändert von Rudolf Mitlöhner ( um 19:56 Uhr).
  #2  
Ungelesen , 20:40
Rudolf Mitlöhner Rudolf Mitlöhner ist offline
 
Registriert seit: 16.05.2007
Beiträge: 21
Sehr geehrter Herr Harant,
ich kann Ihnen nur antworten, was ich auch allen anderen Leserinnen und Lesern in solchen Fällen antworte (Sie finden auf der Homepage z. B. eine ähnliche Beschwerde von einem Herrn Meix plus meine Reaktion darauf): Ja, wir wissen selbst, dass das ein Graubereich ist – nur, leider, leben wir in wesentlichem Ausmaß von solchen Beilagen. Das gilt allerdings keineswegs nur für die FURCHE – solche „Spezials“, „Sonderbeilagen“ oder wie immer das dann heißt finden Sie in allen Printmedien … Wir glauben, dass wir durch die Bezeichnung „spezial“ (im Unterschied zu „Dossier“), durch eine veränderte typographische (optische) Gestaltung sowie den Hinweis „… ist in Kooperation mit dem Land Niederösterreich (bzw. dem jeweiligen Auftraggeber) entstanden“ hinreichend deutlich machen, dass es sich dabei nicht um redaktionellen Inhalt handelt. Niemand aber – ob wohlmeinender Katholik oder nicht – wird annehmen, dass diese vier Seiten „ein objektiver Bericht über NÖ“ sein sollen – diesen Eindruck haben wir ja auch nicht zu erwecken versucht! Wieso aber durch dieses „spezial“ „wieder ein altes Klischee schlagartig mit Wirklichkeit erfüllt“ werden soll, nämlich „die Kirche als Vorfeldorganisation der ÖVP oder die ÖVP als Teiltruppe der Kirche“, und weshalb wir uns damit die Bezeichnung „Kath-Postille“ verdient haben, verstehe, wer mag. Wir haben uns oft genug kritisch sowohl gegenüber der ÖVP als auch gegenüber der Kirche geäußert. Das ändert freilich nichts daran, dass wir zu unserer weltanschaulichen Tradition und Prägung stehen – die natürlich immer wieder auch ihren Niederschlag in Kooperationen oder eben PR-Beilagen finden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Mitlöhner

Geändert von Rudolf Mitlöhner ( um 20:46 Uhr).
  #3  
Ungelesen , 13:18
Franz Graf-Stuhlhofer Franz Graf-Stuhlhofer ist gerade online
 
Registriert seit: 28.01.2008
Beiträge: 31
Spezial-Beilage stört mich nicht

Auch ohne dass ich Genaueres wusste, ist mir aufgefallen, dass die Spezial-Beilage eine Art Werbung ist. Erkennbar u. a. daran, dass sie nicht Teil der durchgehenden arabischen Numerierung ist, sondern römisch numeriert wird (von I bis IV). Aber ganz eindeutig als Werbung deklariert ist diese Beilage nicht, deshalb kann es vorkommen, dass Leser irritiert sind (so wie Otto Harant).
Ich widme diesen Beilagen meist wenig Aufmerksamkeit. Aber damit werden die zahlenden Auftraggeber solcher Werbung auch rechnen: dass diese Beilage nur vereinzelt auf Interesse stößt. Und es liegt ja wohl wesentlich an den Auftraggebern selbst, wie sie die Beilage gestalten – ob sie vom Thema und der Form her es schaffen, die Aufmerksamkeit von Lesern zu erobern. Wenn „Dr. Erwin Pröll“ auf vier Seiten dreimal (bei insgesamt sechs Fotos) abgebildet ist – jedesmal auch mit der Nennung seines Namens –, dann müssen die Geldgeber damit rechnen, dass viele Leser das schnell als Partei-Werbung abtun.
Mich stört so eine Beilage nicht. Ich kann sie rasch weglegen. Und außerhalb dieser Beilage findet sich in der FURCHE kaum Werbung. Vermutlich haben andere Zeitungen einen höheren Anteil an Werbung.
Dr. Franz Graf-Stuhlhofer
www.graf-stuhlhofer.at
  #4  
Ungelesen , 15:02
Gustav Lenzki Gustav Lenzki ist gerade online
 
Registriert seit: 11.02.2008
Beiträge: 1
@ NÖ Beilage / Rudolf Mitlöhner

Lieber Herr Mitlöhner,

ohne das eigentliche Ärgernis inhaltlich wiederholen zu wollen - wenn Sie Ihre Antwort wiederholen wird sie deswegen nicht richtiger.

Fakt ist "Zusammenarbeit mit dem Land NÖ" schaut anders aus, richtiger wäre "Zusammenarbeit mit der ÖVP NÖ". Außer Herrn Dr. Pröll und Anhang samt dazugehöriger Jubel ist nichts in der Beilage enthalten. Das Land NÖ besteht aber zum Glück nicht nur aus diesen Personen.
Ich hoffe dass das Entgelt für das Inserat nicht aus Steuermittel bezahlt wurde.

Sei es wie es sei, sie haben einen Abonennten weniger, ich kündige mein Inserat (Adresse, bei Internet Anmeldung hinterlegt und mit Aboadresse ident) mit nächst möglichem Zeitpunkt.

Mir freundlichen Grüßen
  #5  
Ungelesen , 16:27
stephan woeckinger stephan woeckinger ist gerade online
 
Registriert seit: 15.12.2007
Beiträge: 1
NÖ-Beilage nicht furchewürdig

ich schließe mich vollinhaltlich dem befremden des otto harant an. selbstverständlich war erkennbar, dass es sich hier um eine werbebeilage handelt. ich denke es wäre aber der furche auch finanziell zumutbar, gerade in vorwahlzeiten besonderen wert auf absolut und eindeutig unabhängige berichterstattung zu legen. ich denke, dass mich solche beilagen eher zur kündigung meines abos veranlassen als eine allenfalls notwendige Abopreiserhöhung.

stephan wöckinger, oö
  #6  
Ungelesen , 12:36
Mark Ruiz Hellin Mark Ruiz Hellin ist gerade online
 
Registriert seit: 12.02.2008
Beiträge: 1
Beilage Niederösterreich

Sehr geehrte Damen und Herren!
Mir geht es recht ähnlich wie Herrn Harant. Ich habe im letzten Jahr der sehr kurzweiligen und einseitigen Berichterstattung vielen Tageszeitungen den Rücken gekehrt und habe mich bewusst auf die Lektüre der Furche konzentriert. Ein Blatt mit "Gesinnung" und "Meinung".
Die Beilage hat mich dann aber ähnlich unangenehm berührt. Ich möchte von Werbung angenehm berührt und verführt, nicht aber für Blöd verkauft werden. Eine Werbung die in der Aufmachung der Zeitung produziert wird hat als Ziel die positiven Image- und Erfahrungswerte der Zeitung auf sich selbst zu übertragen. Wenn die Furche, wie in diesem Fall geschehen, bei diesem Spiel mitmacht, muss Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, der ÖVP Niederösterreich den Wahlkampfboden mit aufzubereiten.

Schade, den auch ich habe von der Furche dies nicht erwarten. Der Hinweis das andere Zeitungen das auch tun, rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, das die Furche und gerade die Furche bei diesem "Ich-halte-meine-Leser-für-blöd-Spiel" mitmacht. Eine ganz "normale" Beilage der ÖVP Niederösterreich hätte es auch getan. Wenn Sie klar machen wollen, das es kein redaktionelles "Special" ist, dann verzichten Sie darauf es im "Look and Like" der Zeitung erscheinen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Mark Ruiz Hellin
  #7  
Ungelesen , 15:45
Lahmer-Hackl Angela Lahmer-Hackl Angela ist gerade online
 
Registriert seit: 12.02.2008
Beiträge: 1
ÖVP NÖ kauft die Furche

Ich bin entsetzt über die Art und Weise, wie Die Furche eine ÖVP NÖ Wahlwerbung ohne eindeutige Kennzeichnung schalten lässt.
Wenn in der Kopfzeile „Die Furche“ steht und mit dem Titel Familien die LeserInnen vorerst „gefangen“ werden, was ja in dieser Zeitung durchaus ein relevantes Thema sein kann, lassen sie sich für parteipolitische Interessen billig einkaufen. Die Furche präsentiert Katholizismus wieder in der alten Version als Vorfeldorganisation der ÖVP. Wollen sie das wirklich?
Gerade in Wahlkampfzeiten ist diese nur locker als Kooperation deklarierte Werbeeinschaltung den LeserInnen gegenüber unverantwortlich.
Nachdem keine Zeichnung der Autoren gegeben ist, muss ich annehmen, dass es eine redaktionelle Arbeit ihrer RedakteurInnen ist.
Ich weiß, dass die Finanzierung eines Blattes wie ihrem schwierig ist. Ich erwarte mir jedoch eine klare Kennzeichnung von Werbung und Sensibilität in brisanten Situationen, wie es Wahlen und Parteien nun mal sind. Dies zeigt ja die aktuelle Tagespolitik zur Genüge, gerade bei einer Partei, die sie so unverblümt ihre Zeitung missbrauchen lassen.

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  23:38:03 07.13.2005