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Auferstehung - naturwissenschaftlich Plausibel
  #1  
Ungelesen , 13:27
A. K. A. K. ist offline
 
Registriert seit: 19.01.2010
Beiträge: 7
Nach der Verkündigung in den Evangelien erstand Jesus Christus, Sohn Gottes, am dritten Tag nach seiner Kreuzigung von den Toten zu neuem, unzerstörbaren Leben und erschien seinen Jüngern in leiblicher Gestalt.
Als katholischer Christ (mit etwas theologischer Bildung) glaube ich dies ohne Einschränkung, als Naturwissenschaftler suche ich Plausibilität, „...dass nichts Teil des Glaubens sein könne, was der Vernunft widerspricht.“.
Zunächst scheint der erste primitive Anschein deutlich der Vernunft zu widersprechen: Ein Besuch z.B. der archäologischen Abteilung eines Museums, zeigt Skelettteile von Menschen, die vor Tausenden von Jahren lebten und deren noch verbliebene Reste dort in Vitrinen liegen. So einfach stellt sich also für manche Ungläubige die Beantwortung der Frage nach der Auferstehung dar. Tatsächlich ist aber die gesamte Schöpfung viel geistiger und geheimnisvoller – auch für Naturwissenschaftler. Wenn ich meine Hand – wie ein Maler, der sie abbilden möchte – betrachte, so scheint alles klar, erinnere ich mich aber meiner Kenntnisse bezüglich Molekülen, Atomen und deren Bestandteile, z.B. auch der Brown´schen Molekularbewegung (in winzigen Abständen „zittern“ sie thermisch mit hoher Geschwindigkeit), wird die Sache plötzlich sehr unübersichtlich. Die dem Maler deutliche Hand wird ein „durchsichtiges“ Gebilde mit riesigen Abständen zwischen den Atomen, etc. . Laut Einstein kann ich den beteiligten Massen durchgängig, nämlich - über E=m*c^2 – Energie, zuordnen. Energie ist aber ein physikalischer Grundbegriff, der auch Geisteswissenschaftler mehr beschäftigen sollte. Wo kommt diese Energie letztlich her? Heute wird das gesamte Universum – in seiner unvorstellbaren Größe (10^22 Sterne, 10^11 Galaxien) – auf den Urknall zurückgeführt.
Um wieder auf die Betrachtung meiner Hand zurückzukommen: Sie besteht aus Bestandteilen, die von diesem Urknall herkommen. Diese Antwort gibt die moderne Wissenschaft, religiöser Glaube ist dazu nicht nötig.
Alles geschaffene Sein kommt von einem Sein aus sich heraus Seienden – das ist Gott – her. Leugnet man ihn, dann käme Etwas aus Nichts.
Könnte man sich außerhalb der Zeit und unseres Universums als Zuschauer Gedanken machen, dann wäre die Entstehung eines so komplexen Gebildes, wie sie ein Mensch darstellt, völlig unglaublich. Tatsächlich aber gibt es Menschen, - auf Grund der „Vorarbeiten“ über 13,2 Milliarden Jahre.
Wenn Gott (die Theologen sagen - in seiner Liebe) jeden einzelnen Menschen wollte und daher geschaffen hat und - wie handgreiflich beweisbar - bereits einmal erfolgreich getan hat, warum sollte er, seine bereits einmal verwirklichte Idee in Form dieses Menschen nicht noch einmal schaffend realisieren und ihn zu einem neuen unzerstörbaren Leben erwecken können?
Das macht mir die Auferstehung im „verklärten“ Leib auch naturwissenschaftlich plausibel.
  #2  
Ungelesen , 08:45
Soyka Soyka ist gerade online
 
Registriert seit: 31.01.2008
Beiträge: 30
Die Anderen können doch nur dumm sein - sonst dächten sie so wie ich ?

Welcher Papst war es, der zu Physikern (sinngemäß ?) sagte "Wenn Ihr die Lehre nicht glauben wollt, dann wird das Ergebnis sein, dass Ihr sie wissenschaftlich selber beweisen werdet" ?

Welch gottvoller Humor !

Denn wir sind mitten dabei:

Heute ist es medizinisch fast schon ein "Normalfall", dass eine "Jungfrau ein Baby" ohne Sexualakt eines Mannes empfängt, es auf die Welt bringt, und dennoch Jungfrau bleibt.

Und wir sind mitten in der gentechnischen "Auferstehung der Toten": Sogar die ausgestorbene Gattung der Mammuts (und nicht nur ein Neandertaler-Genom) wird demnächst versuchsweise wieder (?) zum Leben erweckt.

Jedes Kind weiß heute, dass der "Urknall" länger als ein paar Sekunden geknallt hat, und dass die Welt sich dabei in (sieben ?) unterscheidbaren Phasen - einst "sieben Schöpfungstage" genannt - entwickelt hat.

Auch die Astronomie weiß, dass man JEDEN Punkt des Weltalls als Zentral-Koordinate ansetzen KANN, um Distanzen und Progressionen zu berechnen - falls man heute geometrisch die Erde als "Mittelpunkt" definiert, dann sind halt die Bewegungskurven der Planeten komplizierter zu berechnen (mit "Schleifen" von "Vor- Rückwärtsbewegungen" drin, von der Erde aus gesehen): Na und ? Auch dieses Berechnungsmodell funktioniert bis heute (digital sogar viel exakter als im "finsteren Mittelalter", und am Computerbildschirm darstellbar).

Jeder Exeget weiß übrigens, dass Bibel-Texte ganz spezielle, in menschliche (!) Worte gefasste Umschreibungen (gewesen) sind, um das - an sich unfassbare - Wunder unserer Existenz zu deuten: Nämlich für Menschen mit dem damaligen (!) Wissensstand. Die Bibel ist nicht "schuld" daran, dass die meisten Menschen damals weniger wussten (und heutige Erklärungen niemals verstehen hätten können).

Nichts von den biblisch-vereinfachten Kurzversionen ist heute absolut widerlegt - weil Beschreibungen IMMER einen wahren Kern haben. Sie können nur ersetzt werden durch stimmigere (z.B. einfacher anwendbare) Umschreibungen (die selber aber auch wieder unvollständig sind).

Im Gegenteil: Wissenschaft nähert sich heute immer mehr einem Zustand an, in dem sie entweder selber zur Alternativ-Religion wird, oder die alten religiösen Aussagen ausdifferenziert und verfeinert "erklärt".

Führende Ideologen neigen gern dazu, einen künstlichen Widerspruch zu konstruieren zwischen "der Kirche" und "der Naturwissenschaft": Weil "moderne aufgeklärte Menschen" psychisch nicht überleben könnten ohne "Kontrast- bzw. Feindbilder" ?

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  01:30:03 07.20.2005