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Spielen und Zukunft?
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Ungelesen , 20:34
adelphe adelphe ist gerade online
 
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Zu "Leben gegen Kinder" von Clemens Sedmak

Ich las gerade Ihren Artikel, als der 2jährige Sohn von der Badewanne aus das Badezimmer unter Wasser setzte, und dachte, dass eine kinderfreundliche Welt allen mehr Möglichkeiten bietet, aber einigen viel Arbeit macht. Nur die Kernbegriffe zur Charakterisierung von Kindern und Kindheit – Spielen und Zukunft – finde ich unpassend oder zumindest ungenau. Mein Sohn, könnte er sich soweit ausdrücken, hätte seine Tätigkeit in der Badewanne sicher nicht als zweckfreies Spielen bezeichnet. Er wollte wissen, wie viel Wasser am Boden Platz hat, wie es platscht, wenn er den Becher ausleert, ob die Mama dann kommt und ab wann sie zu schimpfen beginnt, und zu guter Letzt hat er gelernt, dass ein nasser Boden sehr rutschig ist. Das alles würde ich als sehr produktiv bezeichnen, weil es ihn voranbringt. Clemens Sedmak wählt als zweiten Kernbegriff die Zukunft. Er nimmt den Begriff im Text fast wieder zurück, dennoch leitet er in die falsche Richtung. Kinder haben einen großen Teil ihres Daseins noch vor sich, das ja, aber trotzdem leben sie in der Gegenwart, und die ist der Maßstab für das Gelingen eines Lebens.

Katharina Renner
1170 Wien

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  12:55:00 07.15.2005