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Intelligent Design am Pranger
  #1  
Ungelesen , 21:59
Tantris Tantris ist offline
 
Registriert seit: 06.03.2009
Beiträge: 0
Der Fehler der US-amerikanischen Version von Intelligent Design ist wohl der, etwas naturwissenschaftlich erklären zu wollen, was naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist: die Annahme, dass hinter der Evolution ein Schöpfergott steht. Die Lücken in der naturwissenschaftlichen Erforschung der Welt werden wohl nie geschlossen werden können, doch selbst wenn, so wäre dies wohl noch kein ausreichender Grund, Gott außer Frage zu stellen. Gott sei Dank, so ist man geneigt zu sagen, gibt es auch Wahrheiten abseits der Naturwissenschaft.

Dass aber mit einer zunehmenden Hysterie gegen Vertreter des Intelligent Design ins Feld gezogen wird und jeder in Prozentzahlen gegossene gesellschaftliche Zweifel an die Lehre Darwins fast schon zu einer Häresie erklärt wird, stimmt bedenklich. Noch bedenklicher stimmt allerdings, dass ihre in den allermeisten Fällen sehr ausgewogen berichtende Zeitung in diese Hysterie mit einstimmt.

Dass aber die "Analyse" über Kreationisten in Europa von Thomas Mündle fast schon in einer Beschimpfung mündet, ist schlicht und einfach schlechter journalistischer Stil. Von einem "Unsinn des Intelligent Design" zu sprechen, halte ich für beleidigend für jene, die diesen "Unsinn" vertreten. Zu nennen wäre etwa der niederländische Physiker Cees Dekker, der in den Bausteinen des Lebens den Hauch des Schöpfers zu spüren glaubt. Oder auch Kardinal Schönborn, der vor gar nicht allzu langer Zeit mit seiner Konzeption von Intelligent Design für Aufsehen gesorgt hat.

Dass in einer Analyse die Meinung des Autors durchschwingt, geschieht immer wieder, dass diese aber fast schon mehr im Vordergrund steht als in einer ausgewiesenen "Meinung", halte ich für unangebracht. Dass diese Meinung allerdings letztlich in einer Verunglimpfung mündet, halte ich in einer Qualitätszeitung, wie es die Furche ohne Zweifel ist, für untragbar.

Dieter Annerl
  #2  
Ungelesen , 18:03
shehuixue shehuixue ist gerade online
 
Registriert seit: 13.05.2008
Beiträge: 3
Danke für diesen Beitrag! Während es heute unumstritten ist, dass eine Evolution stattgefunden hat, ist es keineswegs ausgemachte Sache, dass Mutation und Selektion 1. die Entstehung des Lebens, 2. die Entstehung des Bewusstseins, 3. die Bildung der Arten hinreichend erklären. Es waren nicht die geringsten Namen in der Wissenschaft, die bis heute immer wieder ernste Zweifel anmeldeten, dass der „blinde Uhrmacher“ als Erklärung für all dies ausreicht: der britische royal astronomer Fred Hoyle, der die zufällige Entstehung des Lebens und die Artbildung durch darwinistische Prinzipien allein für mathematisch gesehen unmöglich hielt; der wohl bekannteste Hirnforscher des vergangenen Jahrhunderts John C. Eccles, sowie der Philosoph Karl Popper, die bezweifelten, dass eine rein materiell verstandene Evolution alleine das menschliche Bewusstsein erklären könne; Medizin-Nobelpreisträger George Wald; und zuletzt auch der bis vor kurzem noch agnostische britische Philosoph Antony Flew.

Daniel Saudek
  #3  
Ungelesen , 11:53
franz franz ist offline
 
Registriert seit: 12.10.2007
Beiträge: 4
Darwin 2009

Darwin 2009

Seit etwa 30 Jahren, spätestens seit der Erkenntnis des Nobelpreisträgers für Physik von Luis Alvarez, ist die Hypothese der Entwicklungslehre in kleinen Schritten, im anorganischen wie im biologischen Bereich widerlegt.
Moderne Erkenntnisse der Physik, Chemie, Informatik, Molekularbiologie, Molekularchemie, Genetik und Ontogenese sagen ebenso eindeutig: Evolution ist im Rahmen der Naturwissenschaft nicht möglich. Evolution ist eine Philosophie.
Eine Biogenese ist weder theoretisch möglich, noch ein einziges mal praktisch beobachtet worden. Ebenso ist eine Höherentwicklung theoretisch unmöglich und praktisch noch nie beobachtet worden. Über 250 Mio. katalogisierte Fossilien in den Museen der Welt zeigen immer entweder bestehende Arten oder ausgestorbene Arten und nie eine Zwischengruppe.
Die große Vielfalt innerhalb einer Artengruppe ist Realität, hat aber mit einer evolutionären Höherentwicklung nichts zu tun.
Nur aus der Ähnlichkeit im Bauplan eine Entwicklung abzulesen ist sehr unprofessionell, denn da könnte man genauso beweisen, dass der gleiche Designer dahinter steht.
Evolution ist wissenschaftstheoretischer Stumpfsinn, hat mit naturwissenschaftlichen Axiomen nichts zu tun und ist nur die Ersatzreligion der Materialisten. Diese schreibt der Materie zwei göttliche!! Eigenschaften zu: Materie ist ewig und bringt Leben hervor. Leider wurden diese Eigenschaften der Materie noch nie beobachtet.

Rational beobachtbar ist genau das Gegenteil der Evolution, eine Devolution. Noch nie ist eine Art dazugekommen, sondern die Vielfalt des Lebens nimmt ständig ab, jeden Tag stirbt eine Art aus.
Alles geht von selbst dem Tod, dem Chaos entgegen. Nur durch Aufbringung von Intelligenz, Planung oder mechanischer Arbeit kann man Ordnung in ein System bringen. Diese Beobachtung ist auch mit einem naturwissenschaftlichem Axiom, dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik in Übereinstimmung.
Journalisten und Philosophen haben natürlich die Freiheit, etwas anderes zu behaupten, obwohl sie andere Meinungen als ihre verbieten wollen.
Die exakten Naturwissenschaften können darüber nur mitleidig lächeln.

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  01:23:33 07.15.2005