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Feedback zum Furche-Artikel "Die vergessenen Lastenträger" von Eva Bachinger
  #1  
Ungelesen , 09:34
Christian Hlade Christian Hlade ist gerade online
 
Registriert seit: 27.08.2009
Beiträge: 1
Lieber Frau Bachinger,


Sie haben in Ihrem Artikel "Die vergessenen Lastenträger" meiner Ansicht durch unvollständiges Bringen der Fakten, bzw. "negative Selektion" die Realität nicht richtig dargestellt:

1) der (Ihnen bekannte) Zusammenhang zwischen Sudama - der unser Partner in Nepal ist und Weltweitwandern wurde verschwiegen

2) Unsere Träger-Initiative in Nepal wurde völlig verschwiegen.

3) Auch, daß unser Partner in Tansania Mitglied der Trägerschurtzorganisation ist und auch von dieser ausdrücklich empfohlen wird wurde völlig verschwiegen.


Ich fühle mich nach dem Erscheinen des Artikels sehr unvollständig zitiert und auch durch die Verwendung meines Fotomaterials ausgenutzt.


Ein weiterer Zusatz:

Die Träger der WWW-Reisen in Nepal bekommen ungefähr 8 - 10 EUR / Tag plus Essen. Das steht nicht so im Artikel, weil der Zusammenhang mit Sudama nicht dargestellt wurde.

Die Höhe der Bezahlung in EUR allein drückt aber wenig aus.

Es bedarf hier eines örtlichen Vergleichs:
Diese Bezahlung übersteigt wesentlich ein Gehalt eines Leherers in Nepal.
Unsere Bezahlung der Träger ist zudem mehr als doppelt so hoch, wie die ortsübliche Bezahlung.
10 EUR besitzen im ländlichen Nepal ungefähr die Kaufkraft von 80 - 100 EUR
Zudem sind bei uns die Lasten limitiert auf 25kg / Tager und die Träger erhalten von uns gute Bergschuhe und eine funktionelle Bergbekleidung.
All dies habe ich Ihnen ja auch sehr ausführlich dargestellt - inkl. unserer Ausbildungsinitiative für unsere Träger - das wurde dann einfach NICHT gebracht.


Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich schätze die Furche sehr und auch die kritische Art des Jounalismus. Negativen "Sensationsjounalismus" erwartete ich mir allerdings in der Furche nicht.
Das Faktum des überhöhten Trinkgeldes bei WWW im Falle Tansania wurde auch völlig korrekt beschrieben und das finde ich auch völlig ok!

Für mich war der Artikel aber mittels einem Negativ-Filter, der nur die negativen Dinge rausfilterte geschrieben:

+ Bei den "Bergspechten" wurde beschrieben, daß der partner NICHT Mitglied der Trägerschutzorganisation war.
+ Bei "Weltweitwandern" wurde NICHT geschrieben, daß unser Partner Mitglied ebendort ist.

+ Bei WWW wurde die unglückliche Trinkgeldsituation in Tansania geschildert - völlig korrekt. (Wir haben das im Überigen zum Anlaß genommen hier lange und intensiv mit dem örtlichen Partner zu reden. Unsere Träger in Tansania werden auf alle Fälle wirklich fair und angemessen bezahlt! Wir arbeiten aber intensiv daran solche Trinkgeldforderungen nicht Teil der Reisen werden zu lassen und daß dieser Vorfall ein Einzelfall bleibt.)

+ Zudem wurde im Artikel nichts im Zusammenhang mit unserer Arbeit Nepal gebracht. (Darüber hatte ich mmit Ihnen aber sehr ausführlich gesprochen und ich hatt Ihnen viele Infos inkl, Belegfotos gegeben!)

Bei mir - ich hatte ja ein langes und sehr offenes Gespräch mit Ihnen geführt - hinterlies das alles in allem einen sehr "schalen Geschmack"
Für mich war es eine sehr einseitige - auf negative Aspekte (und gleichzeitig Verschweigen aller positiven) - konzentrierte Berichterstattung!



mit lieben Grüßen

Christian Hlade
--
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  #2  
Ungelesen , 17:38
Eva Bachinger Eva Bachinger ist gerade online
 
Registriert seit: 09.09.2009
Beiträge: 1
Reaktion

Ich verwahre mich entschieden gegen die Titulierung „Sensationsjournalismus“.

Sie selbst haben mich doch zweimal per mail gebeten die Partnerorganisation von Ihnen in Tansania NICHT zu nennen. Ich hätte das sehr gerne gemacht, mich aber an Ihre Bitte gehalten.
Grundsätzlich: Journalismus ist nicht Werbung für eine Firma zu machen.

Und: In dem Artikel war der Schwerpunkt auf Tansania, nicht auf Nepal, weil ich selbst in Afrika war. Ich habe jedenfalls ziemliche Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit Lastenträgern erlebt und ich denke um sie sollte es in dem Artikel gehen.

Ich sehe schon ein, dass Sie als Unternehmer am liebsten nur positive Berichte wollen. Dieses Argument hätte ich verstanden, aber nicht mir Sensationsjournalismus zu unterstellen.

Eva Bachinger

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  21:35:38 07.19.2005