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Neue Hoffnung im All

FOKUS
Wirbelsturm - © Foto: Pixabay

Klimaschutz im All: „Satelliten liefern das Big Picture, jetzt müssen wir handeln“

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Modernste Satelliten messen, wie sich das Klima auf unserer Erde verändert. Wir sitzen auf einem enormen Datenberg, sagt Karsten Smid von Greenpeace, nun sei es an der Zeit, aus den Daten Handlungsmodelle zu erstellen. Über Wetterextreme, Satelliten als Beobachter von Wetterphänomenen und globale Solidarität beim Klimaschutz.

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Modernste Satelliten messen, wie sich das Klima auf unserer Erde verändert. Wir sitzen auf einem enormen Datenberg, sagt Karsten Smid von Greenpeace, nun sei es an der Zeit, aus den Daten Handlungsmodelle zu erstellen. Über Wetterextreme, Satelliten als Beobachter von Wetterphänomenen und globale Solidarität beim Klimaschutz.

Karsten Smid, Kampagnenleiter bei Greenpeace, wird im Gespräch über Wetterphänomene emotional. Eindringlich erklärt er, wie wir uns künftig auf neue Wettererfahrungen einstellen müssen und warum uns unser bisheriges Wissen dafür nicht reicht. Satelliten, so Smid, spielen in der Wetterbeobachtung eine immer wichtigere Rolle. Ein Gespräch über Gewohnheiten, Genauigkeit und Gerechtigkeit in der Klimadebatte.

DIE FURCHE: Dieser Sommer war österreichweit von Hitzeperioden und Überschwemmungen geprägt. Können Sie erklären, wie sich unser Wetter in den nächsten Jahren verändern wird?

Smid: Wir sehen, dass das Wetter in Folge der Klimakrise extremer und gefährlicher wird. Wir greifen aber immer noch auf ein Erfahrungswissen der vergangenen zwanzig Jahre zurück. Das führt dazu, dass wir etwa die Gefährlichkeit von Starkregenfällen oder von Hitze unterschätzen. Auch Medicane, also Hurricane, die sich im Mittelmeerraum bilden können, werden künftig zunehmen. So wird extrem zum neuen normal. Die Niederschläge nehmen weltweit mit der Erderhitzung zu. Grund ist die steigende Verdunstungsrate über dem Ozean. Das Mittelmeer war im Sommer bis zu fünf Grad wärmer, als im Schnitt. Die Wolken – vollgesaugt mit Wasserdampf – regnen dann in diesen Starkregenfällen ab. Das ist gespeicherte Energie, die sich entlädt. Das ist Klimaphysik, da können wir gar nichts daran ändern.

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