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150 Jahre Denkmalschutz

Schätzungsweise 60.000 schützenswerte Denkmale gibt es in Österreich. Das sind weniger als zwei Prozent des Baubestandes, ein im internationalen Vergleich sehr niedriger Wert. Die Pflege dieser Baudenkmale obliegt dem Bundesdenkmalamt (BDA), das zum Jahreswechsel seinen 150. Geburtstag begeht. Am 31. Dezember 1850 erteilte Kaiser Franz Joseph I. seine Zustimmung zur Einrichtung der "k.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale", aus der sich schließlich das heutige BDA entwickelte.

Obwohl die Behörde seit dem Vorjahr von sich aus Denkmäler im Besitz von Republik, anderen öffentlichen Körperschaften und Kirche vorläufig unter Denkmalschutz stellen kann, müssen die Kosten für deren Erhaltung und Pflege zum größten Teil von den Eigentümern getragen werden. Auch für die Pflege des in Österreich gelegenen UNESCO-Weltkulturerbes (Schloss Schönbrunn, die Altstädte von Graz und Salzburg, die Semmeringbahn und die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut) ist das BDA verantwortlich.

Wie viele unter Denkmalschutz stehende Bauten es tatsächlich gibt, wird voraussichtlich erst im Jahr 2010 feststehen. Erst dann nämlich soll eine Denkmalliste nach internationalem Vorbild erstellt sein.

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