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Feuilleton

Das Ringen um den besten ersten Schluck

1945 1960 1980 2000 2020
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Die Österreichische Stillkommission des Obersten Sanitätsrates unter dem damaligen Vorsitz des Kinder- und Jugendfacharztes Karl Zwiauer empfiehlt: "Stillen ist die optimale ausschließliche Ernährung für Säuglinge, idealerweise während der ersten sechs Lebensmonate. Spätestens im siebten Lebensmonat soll mit der Gabe von Beikost begonnen und dabei weiter bis ins zweite Lebensjahr und darüber hinaus gestillt werden, solange Mutter und Kind das wollen. Als Grundlage jeder Stillempfehlung ist jedoch der informierten Entscheidung und dem Wunsch der Mutter Rechnung zu tragen." Die Österreichische Stillkommission wurde 2003 nach Vorgaben der UNO aus dem Jahr 1990 zur Förderung des Stillens eingesetzt. Zu diesen Vorgaben gehören unter anderem stillfördernde Maßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, stillfreundliche Arbeitsplätze oder Werberestriktionen für künstliche Säuglingsnahrung.

Stillfördernde Maßnahmen schlagen sich in Stillraten nieder, wenn auch noch nicht ausreichend, wie Experten festhalten: Bei der aktuellsten Erhebung zur Säuglingsernährung vom Gesundheitsministerium aus dem Jahr 2006 ging hervor: 93,2 Prozent der Frauen begannen mit dem Stillen. Nach drei Monaten stillten noch 60 Prozent voll, zwölf Prozent zum Teil. Nach sechs Monaten sank die Rate der Frauen, die ihrem Baby ausschließlich Muttermilch gaben, auf zehn Prozent, 55 Prozent stillten noch teilweise. Nach einem Jahr stillte ein Prozent der Mütter voll, 16 Prozent taten dies noch teilweise.

Ältere und gebildetere Frauen stillen häufiger

Frauen stillten häufiger, je gebildeter und je älter sie sind und je mehr Kinder sie geboren haben. Die Stillrate sank, wenn Frauen Komplikationen bei der Geburt hatten oder wenn sie Raucherinnen sind. 92 Prozent der Frauen gaben die Gesundheit ihres Kindes als wichtigsten Grund fürs Stillen an. Der Hauptgrund nicht zu stillen war, dass Frauen meinten, zu wenig Milch zu haben. Von jenen 6,8 Prozent, die ihr Kind nie gestillt hatten, gab wiederum ein Fünftel an, kein Bedürfnis danach zu haben.

Das Stillen hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile für den Säugling, aber auch für die Mutter. Dazu kommen psychologische und praktische Benefits. Nicht alle Vorteile, die dem Stillen zugeschrieben werden, konnten durch valide Studien bestätigt werden - aber einige:

Zum Beispiel: Stillen hilft, den Säugling vor Infektionen zu schützen. Es senkt das Allergierisiko, wenn vier Monate vollgestillt wurde, längeres Stillen und eine Verzögerung der Beikosteinführung werden aber nicht empfohlen. Zudem reduziert es das Risiko für den Plötzlichen Kindstod. Weiters gibt es Hinweise auf langfristige Gesundheitseffekte wie ein geringeres Risiko, an Diabetes oder Übergewicht zu erkranken. Auch stillende Frauen profitieren: Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück. Stillen senkt auch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Die Österreichische Stillkommission des Obersten Sanitätsrates unter dem damaligen Vorsitz des Kinder- und Jugendfacharztes Karl Zwiauer empfiehlt: "Stillen ist die optimale ausschließliche Ernährung für Säuglinge, idealerweise während der ersten sechs Lebensmonate. Spätestens im siebten Lebensmonat soll mit der Gabe von Beikost begonnen und dabei weiter bis ins zweite Lebensjahr und darüber hinaus gestillt werden, solange Mutter und Kind das wollen. Als Grundlage jeder Stillempfehlung ist jedoch der informierten Entscheidung und dem Wunsch der Mutter Rechnung zu tragen." Die Österreichische Stillkommission wurde 2003 nach Vorgaben der UNO aus dem Jahr 1990 zur Förderung des Stillens eingesetzt. Zu diesen Vorgaben gehören unter anderem stillfördernde Maßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, stillfreundliche Arbeitsplätze oder Werberestriktionen für künstliche Säuglingsnahrung.

Stillfördernde Maßnahmen schlagen sich in Stillraten nieder, wenn auch noch nicht ausreichend, wie Experten festhalten: Bei der aktuellsten Erhebung zur Säuglingsernährung vom Gesundheitsministerium aus dem Jahr 2006 ging hervor: 93,2 Prozent der Frauen begannen mit dem Stillen. Nach drei Monaten stillten noch 60 Prozent voll, zwölf Prozent zum Teil. Nach sechs Monaten sank die Rate der Frauen, die ihrem Baby ausschließlich Muttermilch gaben, auf zehn Prozent, 55 Prozent stillten noch teilweise. Nach einem Jahr stillte ein Prozent der Mütter voll, 16 Prozent taten dies noch teilweise.

Ältere und gebildetere Frauen stillen häufiger

Frauen stillten häufiger, je gebildeter und je älter sie sind und je mehr Kinder sie geboren haben. Die Stillrate sank, wenn Frauen Komplikationen bei der Geburt hatten oder wenn sie Raucherinnen sind. 92 Prozent der Frauen gaben die Gesundheit ihres Kindes als wichtigsten Grund fürs Stillen an. Der Hauptgrund nicht zu stillen war, dass Frauen meinten, zu wenig Milch zu haben. Von jenen 6,8 Prozent, die ihr Kind nie gestillt hatten, gab wiederum ein Fünftel an, kein Bedürfnis danach zu haben.

Das Stillen hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile für den Säugling, aber auch für die Mutter. Dazu kommen psychologische und praktische Benefits. Nicht alle Vorteile, die dem Stillen zugeschrieben werden, konnten durch valide Studien bestätigt werden - aber einige:

Zum Beispiel: Stillen hilft, den Säugling vor Infektionen zu schützen. Es senkt das Allergierisiko, wenn vier Monate vollgestillt wurde, längeres Stillen und eine Verzögerung der Beikosteinführung werden aber nicht empfohlen. Zudem reduziert es das Risiko für den Plötzlichen Kindstod. Weiters gibt es Hinweise auf langfristige Gesundheitseffekte wie ein geringeres Risiko, an Diabetes oder Übergewicht zu erkranken. Auch stillende Frauen profitieren: Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück. Stillen senkt auch das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.